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Inhalt:
Grundsätzliches
Funktionsweise eines Blitzgeräts
Computerblitzgerät
TTL-Blitz, E-TTL, i-TTL, P-TTL etc.
Bauformen und technische Daten
Anwendung in der Praxis
Der Kauf eines Blitzgeräts
Batterien / Akkus
Pflege von Blitzgeräten
 
Weitere Themen:
Blitzgeräte für Ricoh-Kameras
 
Verwandte Themen:
Aufnahmetips für Blitzaufnahmen
Akkumulatoren



Grundsätzliches

Wie schon in  Objektiv dargelegt, ist oft weniger Licht vorhanden, als einem lieb ist. Wenn das Licht partout nicht mehr ausreicht, um freihändig einen Film vernünftig zu belichten, bleiben nur 3 Lösungsmöglichkeiten: Entweder ein Stativ, künstliche Dauerbeleuchtung oder ein Blitzgerät verwenden. Alle 3 besitzen unterschiedliche Vor- und Nachteile, von denen hier diejenigen von Blitzgeräten aufgeführt sind. Zusätzlich können Sie hier erfahren, wie Blitzgeräte aufgebaut sind und welche unterschiedlichen Blitzgeräte es gibt.


Funktionsweise eines Blitzgeräts

Ein Blitzgerät ist eine Lichtquelle, die für sehr kurze Zeit sehr viel Licht zur Verfügung stellt. Heutzutage wird dies dadurch erreicht, daß man bei kleinen Blitzgeräten, die man an die Kamera anstecken kann oder schon in die Kamera eingebaut sind, wie in Bild 1 dargestellt einen Kondensator mittels eines von einer Batterie oder einem Akkumulator gespeisten Spannungswandlers auf eine hohe Spannung (meistens ca. 300 bis 450 Volt) auflädt und im Moment der Aufnahme über eine Blitzröhre entlädt. Diese Blitzröhre ist mit dem Edelgas Xenon gefüllt, welches bei Stromdurchgang dem Sonnenlicht ähnliches Licht in hoher Intensität aussendet. Der Entladevorgang wird dadurch in Gang gesetzt, daß die Kamera über den mit "Start" bezeichneten Eingang den Thyristor zündet, der einen kleinen Kondensator über den Zündtrafo entlädt. Dadurch werden an der Sekundärseite einige tausend Volt induziert, was ausreichend ist, um das Xenongas ein wenig zu ionisieren. Das ionisierte Xenongas leitet ein wenig den Strom, so daß vom Blitzkondensator aus ein geringer Strom durch die Röhre fließen kann. Durch den Stromfluß wird lawinenartig immer mehr Xenon ionisiert, so daß in deutlich weniger als einer Mikrosekunde (millionstel Sekunden) die Blitzröhre sehr niederohmig wird und der Strom schlagartig zunimmt. Begrenzt wird er nur durch den Innenwiderstand der Blitzröhre, dem Innenwiderstand des Blitzkondensators und dem ohmschen Widerstand der Zuleitungen. Deshalb stellt sich ein Stromfluß mit einer Stromstärke von oft mehreren hundert Ampere ein, der so lange andauert, bis der Blitzelko entladen ist.

Einfachblitzgerät Blitzgerät mit "Computer"
Bild 1: Einfaches Elektronenblitzgerät Bild 2: Mit Lichtmengenregelung

Der Lichtimpuls dauert nicht sehr lange, bei voller Leistung meistens nur wenige tausendstel Sekunden. Wird nur eine geringe Lichtmenge benötigt, dauert die Lichtaussendung noch deutlich kürzer. Aufgrund dieser kurzen Zeitdauer muß der Verschluß der Kamera komplett geöffnet sein, damit das ganze Bild auf einmal belichtet werden kann. Das hört sich selbstverständlich an, ist es aber mitnichten: Bei kurzen Belichtungszeiten gibt der Verschluß nämlich nur einen kleinen Streifen frei, der über das gesamte Bild wandert, so daß die effektiv auf eine Stelle des Films einwirkende Belichtungszeit deutlich kürzer ist als die Zeit, die der freigegebene Streifen benötigt, um komplett über die ganze Fläche zu wandern.

Aus diesem Grund gibt jeder Kamerahersteller die sogenannte X-Synchronisationszeit an, die nicht total antiquierte Kameras beim Einschalten eines passenden Blitzgeräts automatisch einstellen. Dies ist die kürzeste Belichtungszeit, bei der der Verschluß kurzzeitig das ganze Bildformat gleichzeitig zum Belichten freigibt. Sobald der Verschluß ganz geöffnet ist, wird der Blitz von der Kamera ausgelöst. Die im Kondensator gespeicherte elektrische Energie entlädt sich nun über die Blitzröhre, die ihrerseits solange Licht aussendet, bis der Kondensator entladen ist.

Computerblitzgerät

Das Problem solcher einfachen Blitzgeräte ist, daß Sie nur eine einzige, vorgegebene Lichtmenge aussenden können - sie ist nicht einstellbar oder gar regelbar. Fotografiert man nahe Objekte, muß man daher die Blende weit schließen, um eine Überbelichtung zu vermeiden, d.h. man kann nicht den Blendenwert verwenden, der günstig für die Bildgestaltung wäre, sondern man muß denjenigen Blendenwert einstellen, der zu einer korrekten Belichtung führt. Alle modernen Blitzgeräte besitzen daher eine Lichtmengenregelung (siehe Bild 2), die genau diesen Nachteil vermeidet. Das Blitzgerät funktioniert dabei genauso wie ein einfaches Blitzgerät ohne Lichtmengenregelung, nur daß der Stromfluß durch die Blitzröhre und damit die Lichtaussendung zu einem beliebigen Zeitpunkt gestoppt werden kann. Dadurch kann man manuell vorgeben, welche Lichtmenge das Blitzgerät aussendet. Durch eine kleine Erweiterung kann man darüberhinaus eine automatische Belichtungsregelung erzielen und bezeichnet solche Blitzgeräte als "computergesteuert". Diese hochtrabende Bezeichnung bezieht sich darauf, daß die Lichtaussendung bei Erreichen der gewünschten Belichtung abrupt gestoppt werden kann. Eine kleine analoge (!) Schaltung im Blitzgerät mißt die vom zu fotografierenden Objekt reflektierte Lichtmenge über eine Fotodiode und stoppt den Stromfluß und damit die Lichtaussendung, sobald die richtige Belichtung erreicht wird. Dazu muß man dieser Schaltung lediglich sagen, welche Blende man an der Kamera eingestellt hat und wie hoch die Film- oder Sensorempfindlichkeit ist. Diese Information mußte man in der analogen Ära manuell am Blitzgerät einstellen, was bei irrtümlich unterschiedlicher Einstellung an Objektiv und Computerblitzgerät für Fehlbelichtungen sorgte, während moderne Kameras diese Information mit modernen Blitzen automatisch austauschen können. Bei vielen Computerblitzgeräten kann man keinen beliebigen Blendenwert einstellen, sondern ist auf meistens 2 oder 3 sogenannte "Computerblenden" limitiert. Bei einfacheren Computerblitzgeräten ist zudem die Empfindlichkeit des Films oder Sensors nicht einstellbar, sondern die "Computerblende" ändert sich mit der Empfindlichkeit. Der technische Sachverhalt dahinter ist einfach: Die Fotodiode der Lichtmengenregelung kennt keine Blendenwerte sondern gibt nur einen Strom ab, der der Intensität des reflektierten Lichts entspricht. Dieser Strom wird in einem Kondensator aufintegriert (Erklärung sie ggf.  Integral), und bei Erreichen einer bestimmten Schaltschwelle wird die Lichtaussendung gestoppt. Es wird also physikalisch auf eine bestimmte Lichtmenge hin geregelt, und zwar auf die vom zu fotografierenden Objekt reflektierte. Die Schaltschwelle (oder deren 2 oder 3) wird so festgelegt, daß sich bei einer bestimmten Blende bei vorgegebener Empfindlichkeit eine korrekte Belichtung ergibt. Dieses einfache Prinzip hat zur Folge, daß bei einer höherer Empfindlichkeit überbelichtet würde, was man durch Schließen der Blende kompensieren muß. Daher sind auf einfacheren Blitzgeräten für Laien sehr unübersichtlichen Tabellen aufgedruckt, die zwar diesen Zusammenhang widerspiegeln aber nicht gerade zur Vereinfachung der Bedienung beitragen. Bei teureren Modellen, die dann aber fast immer auch TTL-Betrieb (siehe nachfolgend) ermöglichen, ist eine kompliziertere Elektronik verbaut, die die fotografische Sicht der Dinge in die physikalische übersetzt, sodaß man Blende und Empfindlichkeit unabhängig voneinander einstellen kann. Solche Blitzgeräte bieten dann meistens auch nicht nur 2 oder 3 "Computerblenden" an sondern den ganzen Bereich, den man an üblichen Objektiven einstellen kann.

Während die einfachsten Blitzgeräte (also ohne automatische Einstellung der X-Synchronzeit, ohne automatische Belichtungsregelung etc.) nur mit dem sogenannten X-Kontakt ausgestattet waren und daher an allen damaligen Kameras verwendet werden konnten, war für Zusatzfunktionen wie die automatische Einstellung der X-Synchronzeit ein Zusatzkontakt notwendig, dessen Position und elektrische Schnittstelle jeder Kamerahersteller anders implementierte, was die Blitzgeräte inkompatibel zueinander machte. Man mußte daher entweder ein Blitzgerät des jeweiligen Kameraherstellers oder ein Modell eines Drittherstellers kaufen, das auf die jeweilige Kamera zugeschnitten war oder mittels eines speziellen Adapters an sie adaptiert werden konnte.

TTL-Blitz, E-TTL, i-TTL, P-TTL etc.

Die Belichtungsregelung kann alternativ auch durch die Kamera erfolgen, die die Belichtung intern mißt und dem Blitzgerät Bescheid gibt, wenn der Stromfluß zu unterbrechen ist. Im letzten Fall spricht man von Blitz-TTL-Messung bzw. Blitz-TTL-Steuerung. Alle einigermaßen modernen analogen SLR-Kameras können dies. Gemessen wird dabei das während der Belichtung vom Film reflektierte Licht, was aufgrund des nahezu identischen Reflektionsverhaltens der verschiedensten Filme ausgesprochen gut und zuverlässig funktioniert. Der Vorteil gegenüber der Belichtungsmessung im Blitzgerät besteht darin, daß die Kamera unabhängig von äußeren Umständen (z.B. Blendeneinstellung, lichtschluckende Filter, Auszugsverlängerung) das tatsächlich auf den Film auftreffende Licht mißt. Bei Regelung der Belichtung durch das Blitzgerät muß man beispielsweise die am Objektiv eingestelle Blende auch am Blitzgerät einstellen bzw. bei Verwendung von Filtern die entsprechenden Verlängerungsfaktoren berücksichtigen. Zudem besitzt die im Blitzgerät eingebaute Fotodiode einen festen Sichtwinkel, während die Objektivbrennweite stark variieren kann, wodurch das Blitzgerät die Belichtung nicht für den tatsächlichen Bildausschnitt festlegt sondern für einen u.U. erheblich größeren odere kleineren Bereich. Bei der geringsten Diskrepanz kommt es unweigerlich zu Fehlbelichtungen. Daher und auch aus Gründen der Genauigkeit sollte man möglichst immer die TTL-Messung der Kamera benutzen, sofern Kamera und Blitzgerät TTL beherrschen.

Bei digitalen Kameras funktioniert diese Art der TTL-Belichtungsmessung leider nicht mehr, weil die digitalen Bildsensoren das auftreffende Licht nicht wie Filme definiert reflektieren und dabei gleichzeitig streuen. Man mußte daher auf ein anderes Verfahren zurückgreifen: Vor der eigentlichen Aufnahme wird ein kurzer Meßblitz definierter Intensität gezündet. Dabei befindet sich der Spiegel noch in Ruheposition und lenkt das Bild zur Mattscheibe. Dort vorhandene Fotodioden (im Fotojargon gern als Meßfelder bezeichnet) messen punktuell die Helligkeit, und aus diesen Werten berechnet der Kameracomputer die benötigte Lichtmenge des Blitzgeräts für die eigentliche Aufnahme. Sodann wird der Spiegel nach oben geschwenkt, der Verschluß komplett geöffnet und dann der Blitz mit der vorher berechneten Energie gezündet. Dieses Meßprinzip nennt man je nach Kamerahersteller E-TTL, i-TTL, P-TTL o.ä. Der große Nachteil gegenüber der Blitzmessung auf Filmebene liegt darin, daß die einzelnen kleinen Meßfelder z.B. durch kleine Spitzlichter viel Licht abbekommen können, wodurch eine viel zu geringe Lichtmenge für den Hauptblitz berechnet wird. So kommt es, daß nicht selten von mehreren hintereinander aufgenommenen, nahezu identischen Fotos manche richtig belichtet und manche total unterbelichtet sind. Kleinste Unterschiede in der Kameraausrichtung machen hier einen großen Unterschied, da sie dafür verantwortlich ist, ob ein kleines Spitzlicht genau auf ein Meßfeld fällt (führt zur Fehlbelichtung) oder knapp daneben (führt zu korrekter Belichtung). Je nach Motiv kann die Ausschußrate höher als die Trefferrate sein, was man als Fotograf bei dieser Betriebsart grundsätzlich nicht vermeiden kann. Man sieht zwar bei Digitalkameras sofort auf dem Monitor, daß die Aufnahme völlig in die Hose ging, aber nicht alle Aufnahmen kann man wiederholen. Ein weiterer Nachteil dieser Methode ist, daß der Meßblitz etliche Menschen zum Blinzeln animiert, und der Hauptblitz gerade dann ausgelöst wird, wenn diese die Augen geschlossen haben. Manche Personen sind auf diese Weise nicht sinnvoll fotografierbar, weil sie zuverlässig mit geschlossenen Augen abgebildet werden. Hier hilft nur das Umschalten auf den Computerblitzmodus, bei dem das Blitzgerät ohne jeden Vorblitz die Belichtung während des Blitzens mißt. Im Gegensatz zu den alten Computerblitzgeräten wird der eingestellte Blendenwert automatisch von der Kamera an das Blitzgerät übermittelt, sodaß sich für den Fotografen kein Komfortverlust einstellt. Allerdings kann das Blitzgerät dann weder den Einfluß von Filtern kompensieren noch die eingestellte Brennweite berücksichtigen, wodurch das Blitzgerät etwas anderes "sieht" als der Bildsensor. Auch hier kann es daher zu Fehlbelichtungen kommen. Diese sind dann aber bei gleichem Motiv und gleicher Kameraeinstellung eher nicht sporadisch, sondern es handelt sich um eine systematische Belichtungsabweichung, die man mit einigem Probieren korrigieren kann.


Bauformen und technische Daten von Blitzgeräten

Blitzgeräte sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich, wobei üblicherweise der Anwender aus praktischen Gründen das für den jeweiligen Anwendungsfall kleinstmögliche bevorzugt. Üblich sind (in zunehmender Größe):

   1. Eingebautes oder seitlich ansteckbares Blitzgerät (Bild 1)
   2. Aufsteckblitzgerät (Bild 2)
   3. Stabblitz (Bild 3)
   4. Netzversorgtes Studioblitzgerät auf Stativ

Kamerablitzgerät Aufsteckblitzgerät
Bild 1: Kamerablitzgerät Bild 2: Aufsteckblitzgerät

Eine wichtige Kenngröße eines Blitzgeräts ist die sogenannte Leitzahl (LZ), die angibt, wieviel Licht ein Blitzgerät zu liefern in der Lage ist. Damit man in der Praxis etwas mit diesem Wert anfangen kann, ist er als "Blende mal Entfernung" definiert. Man kann also bei gegebener Leitzahl sehr leicht berechnen, wie weit der Blitz bei vorgegebener Blende maximal reicht (Reichweite = Leitzahl dividiert durch Blende) bzw. welche Blende man maximal einstellen darf, damit ein Objekt in vorgegebener Entfernung noch richtig ausgeleuchtet wird (Blende = Leitzahl dividiert durch Entfernung).

Beispiel 1: Bei einer Leitzahl von 12 (typischer Wert für in die Kamera eingebaute Blitzgeräte) darf bei einem Motivabstand von 3 m maximal Blende 12/3 = 4 eingestellt werden.

Beispiel 2: Bei einer Leitzahl von 12 und einer eingestellten Blende 2,8 reicht der Blitz 12/2,8 = 4,3 m weit.

Die meisten Blitzgeräte besitzen einen Reflektor, der einen festen Abstand zur Blitzröhre hat, was eine feste Leitzahl zur Folge hat. Die Lichtverteilung ist meistens so gewählt, daß bei Kleinbildformat bei einer Brennweite von 28 oder manchmal auch lediglich 35 mm das ganze Bild vollständig ausgeleuchtet wird (siehe Bedienungsanleitung bzw. Datenblatt). Lange Zeit waren Blitzgeräte mit fester Ausleuchtung üblich, wobei für Weitwinkelaufnahmen eine meist eingebaute Streuscheibe den ausgeleuchteten Bereich zulasten der Leitzahl vergrößerte. Inzwischen verfügen fast alle teureren Blitzgeräte über einen sogenannten Zoom-Reflektor. Man kann damit die Ausleuchtung der Brennweite des Objektivs anpassen. Durch Bündelung des Lichts bei Teleaufnahmen ergibt sich so eine höhere Leitzahl, weil das Licht nicht für Bereiche nutzlos verschwendet wird, die ohnehin nicht Teil des Fotos sind. Im Prinzip ist dies eine gute Sache. Sinnvoll verwenden kann man ihn aber nur, wenn der Zoom automatisch von der Kamera gesteuert wird, denn sonst ist die Einstellung des Zoom-Reflektors schlicht eine zusätzliche Fehlerquelle - speziell dann, wenn man Zoom-Objektive verwendet, bei denen man sehr leicht "mal gerade eben" die Brennweite zwecks besserer Bildgestaltung verändert und dann vergißt, diese auch am Blitzgerät einzustellen. Wundern Sie sich nicht, wenn solche Blitzgeräte trotz kompakter Abmessungen mit bombastischen Leitzahlen daherkommen. Die Leitzahl wird im Zuge allgemeiner Marketinggepflogenheiten (Motto: Schneller, höher, weiter) mittlerweile fast ausnahmslos bei der Teleeinstellung des Zoom-Reflektors angegeben. Direkt vergleichbar sind Leitzahlangaben daher heutzutage nicht mehr; ein Gerät mit Leitzahl 45 (Ausleuchtung 35 mm bezogen auf Kleinbildformat) kann erheblich leistungsstärker sein als eines mit Leitzahl 58 (Ausleuchtung 105 mm bezogen auf Kleinbildformat). Über den Bildwinkel kann man zwar die Werte umrechnen, aber das ist nicht ganz so einfach. Direkt vergleichen kann man die Leitzahl nur bei Einstellung des Reflektors auf den gleichen Wert.

Eingebaute Blitzgeräte sind sehr praktisch, weil man sie nicht vergessen kann. Leider ist die Leitzahl mit einem Wert um die 12 so gering, daß sie nur ein Notbehelf sein können. Aufsteckblitze werden auf den Blitzschuh aufgesteckt, der sich meistens oberhalb des Suchers befindet. Sie bieten in der Regel eine Leitzahl zwischen 30 und 40, solche mit Zoom-Reflektor zwischen ca. 44 und 62. Stabblitzgeräte sind seitlich der Kamera angeordnet und werden mit einem Kabel mit dem Blitzschuh verbunden. Hier wird die Kamera eher am Blitzgerät montiert als umgekehrt. Vorteil ist eine Leitzahl von bis zu 70 und infolge des gegenüber Aufsteckgeräten großen Batteriefachs, wodurch man mehr Batterien/Akkus unterbringen kann, eine hohe Blitzfrequenz. Leider unterstützen diese Geräte nicht alle Funktionen von digitalen Spiegelreflexkameras.

Stabblitzgerät
Bild 3: Stabblitzgerät

Studioblitzgeräte werden im Gegensatz zu den vorgenannten batteriebetriebenen Geräten fast immer am Lichtnetz betrieben. Eine Leitzahl wird hier nur selten angegeben, weil dies strenggenommen nur bei Punktlichtquellen möglich ist. Sie hängt zudem vom jeweils verwendeten Reflektor ab, die bei Studioblitzgeräten auswechselbar sind und oft in unzähligen Ausführungsformen erhältlich sind. Stattdessen verwendet man hier die Blitzenergie in Joule (=Wattsekunden, Ws) als Kennzahl für die Leistungsfähigkeit. Eine automatische Belichtungsregelung existiert hier nicht. Vielmehr stellt man die Lichtenergie jedes für die Aufnahme verwendeten Blitzgeräts (üblich sind 2 bis 5 Stück, manchmal auch mehr) einzeln ein und ermittelt die einzustellende Blende mittels eines eigenständigen Blitzmeßgeräts über einen Testblitz. Oder man verändert die Blitzleistung so lange, bis sich der gewünschte Blendenwert ergibt. Durch geschickte Ausrichtung und Einstellung der jeweiligen Blitzleistung kann man dabei sehr gut das Verhältnis zwischen Grundhelligkeit, Spitzlichtern etc. beeinflussen.

Für mobile Anwendungen kommen nur der eingebaute Blitz, der Aufsteckblitz und der Stabblitz in Frage, wobei auf Reisen der Stabblitz meistens aus Platzgründen ausscheidet. Studioblitzgeräte werden zwar durchaus auch im Außenbereich verwendet, aber dabei macht man mehr oder weniger die Location zum Studio, als daß man wirklich von mobiler Anwendung reden könnte. Zudem muß man sich um die Stromversorgung kümmern (Netzversorgung oder alternativ Stromgenerator).


Anwendung in der Praxis

Die Anwendung von Blitzgeräten im Zusammenhang mit Spiegelreflexkameras gestaltet sich in der Praxis meistens sehr einfach: Nach dem Einschalten schalten nicht zu antiquarische Kameras automatisch die Verschlußzeit auf die X-Synchronisationszeit um. Bei eingeschalteter TTL-Blitzsteuerung am Blitzgerät brauchen Sie nur noch die gewünschte Blende einzustellen, scharfzustellen und auszulösen. Autofokuskameras übernehmen sogar das Einstellen der Blende und das Scharfstellen für Sie. Eigentlich kann nur noch eines schiefgehen: Die Leitzahl reicht nicht aus, um das Objekt richtig auszuleuchten; entweder weil Sie einen zu großen Blendenwert eingestellt haben oder weil das Objekt einfach zu weit entfernt ist. Die meisten Kameras kann man so einstellen, daß nach der Aufnahme bei nicht ausreichender Belichtung eine optische oder akustische Warnung erfolgt; oft geschieht dies auch umgekehrt, daß nur korrekt belichtete Aufnahmen mit einem kurzen Piep bestätigt werden. Diese Funktion sollten Sie unbedingt aktivieren. Bei digitalen SLR-Kameras kann bei Blitz-TTL-Messung wegen der bereits besprochenen TTL-Meßproblematik trotzdem die Aufnahme stark unterbelichtet sein, weshalb eine sofortige Kontrolle der Aufnahme anzuraten ist.

Sofern Ihr Blitzgerät und/oder Ihre Kamera keine TTL-Steuerung beherrscht, müssen Sie die gewünschte Blende sowohl am Objektiv als auch am Blitzgerät einstellen. Oft sind am Blitzgerät vor allem bei preisgünstigen Geräten nicht alle Blendenstufen verfügbar, die oft abhängig von der verwendeten Filmempfindlichkeit sind, so daß man hier Einschränkungen bezüglich der verwendbaren Blendenwerte in Kauf nehmen muß.

Das Blitzlicht ist ein sehr stark gerichtetes Licht, das harte Kontraste zur Folge hat. Diesen oft als negativ empfundenen Effekt kann man vermeiden, wenn man indirekt über eine weiße Wand oder Decke blitzt. Bei der Auswahl eines Blitzgeräts sollte man daher auf jeden Fall eines kaufen, das man nach allen Seiten schwenken kann. Hierbei schwenkt man den Kopf des Blitzgeräts derart, daß man unter Berücksichtigung der Bedingung "Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel" das zu fotografierende Objekt sozusagen von schräg oben erwischt. Verbessern kann man den Bildeindruck, wenn das Blitzgerät zusätzlich zum indirekten Licht einen kleinen Teil direkt zum Objekt leiten kann. Denn dann hat man ein hartes Führungslicht mit einem weichen Hintergrundlicht. Bei Blitzgeräten mit Zoom-Reklektor ist es sinnvoll, für indirektes Licht den Reflektor manuell in Tele-Einstellung zu bringen, da sonst erstens das Licht aufgrund der breiten Streuung oft nicht ausreicht und zweitens bei Weitwinkeleinstellung des Reflektors u.U. ein kleiner Teil des zu fotografierende Objekt ungewollt durch Direktlicht angestrahlt wird, was sehr unschön aussieht.

Bei Autofokus-Sucherkameras schaltet sich oft der eingebaute Miniblitz automatisch zu, wenn es zu dunkel ist. Leider geschieht dies fast immer ohne jede Vorwarnung. Eine Warnung, daß die Belichtung wegen der geringen Leitzahl nicht ausreichend war, erfolgt ebenfalls in den seltensten Fällen. Dadurch wird provoziert, daß z.B. in einem Fußballstadium selbst auf den höchsten Rängen, also mindestens 50 m vom Ort des Geschehens entfernt, wo selbst der stärkste mobile Blitz keine Chance hätte, dauernd geblitzt wird.


Der Kauf von Blitzgeräten

Bei in die Kamera eingebauten Blitzgeräten haben Sie natürlich keine andere Wahl, aber bei Aufsteck- oder Stabblitzgeräten haben Sie eine große Auswahl von verschiedenen Herstellern. Einerseits bietet jeder Kamerahersteller Blitzgeräte zu seinen Kameras an, andererseits gibt es etliche Hersteller von Blitzgeräten, deren Geräte mittels eines Adapters an fast jede auch noch so exotische Kamera angeschlossen werden können. Schon vor vielen Jahren hat sich das SCA-System durchgesetzt, so daß es nur noch eine Sorte Blitzadapter gibt (früher kochte jeder Hersteller sein eigenes Süppchen), die man mit allen SCA-fähigen Blitzgeräten verwenden kann. Blitzgeräte von Kameraherstellern sind nur an Kameras dieses Herstellers verwendbar, wohingegen Blitzgeräte von Fremdherstellern durch einen anderen Adapter an nahezu jeder Kamera betreibbar sind. Dies ist ein klarer Vorteil, wenn man Kameras von unterschiedlichen Herstellern besitzt, da man dann nur ein einziges Blitzgerät kaufen muß. Es gibt dabei ein analoges System, bei dem die Adapter eine dreistellige Nummer besitzen, und ein digitales, bei dem die Nummer vierstellig ist. Digital hat hierbei nichts mit Film oder Bildsensor zu tun sondern mit der Datenübertragung zwischen Kamera und Blitz. Auch viele analoge Kameras benötigen das digitale SCA-System. Ein weiterer Vorteil des SCA-Systems ist, daß man zudem kein neues Blitzgerät kaufen muß, wenn man später die Kameramarke wechselt, sondern nur einen neuen Adapter. Leider hat dieses sehr sinnvolle System im Zeitalter der digitalen SLR-Kameras an Bedeutung verloren, da die SCA-fähigen Blitzgeräte nicht alle Kamerafunktionen unterstützen. Die große Frage ist allerdings, ob man auch wirklich alle Funktionen wirklich braucht. Meistens ist das zwar nicht der Fall, aber es ist menschlich, daß man gern das vermeintliche Optimum kauft, wenn man schon Geld ausgibt.

In Ihre Entscheidungsfindung sollten Sie neben technischen Details sowohl die Größe als auch das Gewicht berücksichtigen. Denn ein Blitzgerät, das Sie aufgrund des Gewichts oder der Größe nie dabei haben, wenn Sie es benötigen, ist überhaupt nichts wert. Wichtig ist, daß der Reflektor sowohl nach oben als auch seitlich schwenkbar ist, damit Sie indirekt über die Decke oder die Wand blitzen können. Die Leitzahl kann nicht hoch genug sein, denn es gibt in der Praxis immer Situationen, in denen Sie sich mehr Licht wünschen. Die Leitzahlangaben variieren jedoch mit dem Ausleuchtungsbereich, so daß Sie nur Werte miteinander vergleichen können, die auf die gleiche Objektivbrennweite bezogen sind (d.h. Angabe "LZ45 bei Ausleuchtung entsprechend Brennweite 35 mm"). Will man Objektive mit einer kürzeren Brennweite verwenden, muß man eine Streuscheibe verwenden, die oft im Lieferumfang enthalten ist. Allerdings vermindert diese naturgemäß die Leitzahl, weil die vorhandene Lichtmenge auf eine größere Fläche verteilt werden muß. Zoom-Blitzgeräte sind eigentlich eine feine Sache, da sich die Leitzahl bei längeren Brennweiten erhöht. Allerdings sorgen sie für ziemlichen Verdruß, wenn man mit dem Objektiv vom Telebereich in den Weitwinkelbereich zoomt und vergißt, dies auch am Blitzgerät einzustellen. Wirklich Sinn machen solche Zoom-Blitzgeräte daher nur, wenn eine Brennweitenänderung am Objektiv automatisch ans Blitzgerät übertragen wird, was bei modernen Autofokuskameras und erst recht bei digitalen Kameras eigentlich immer der Fall ist.

Stabblitzgeräte haben gegenüber Aufsteckblitzgeräten den unschätzbaren Vorteil, daß die Lichtaustrittsfläche relativ weit entfernt vom Objektiv angeordnet ist. Dadurch vermeidet man im Gegensatz zu den meisten Aufsteckblitzen, daß die Augen auf den Fotos rot erscheinen (hier können Sie mehr über die  Hintergründe erfahren, die zu rot wiedergegebenen Augen führen). Ein weiterer Vorteil ist der, daß man das Stabblitzgerät nicht notwendigerweise an der Kamera montieren muß. Innerhalb des durch das Verbindungskabel vorgegebenen Aktionsradius' kann man das Blitzgerät frei bewegen, was ganz besonders bei  Makroaufnahmen von unschätzbarem Vorteil ist. Bei engagierten Amateuren wird es wahrscheinlich auf den Kauf eines kleinen Aufsteckblitzes für Reisen und eines Stabblitzes für zu Hause hinauslaufen. Sofern Sie diese Geräte nicht neu sondern in einer  Online-Auktion kaufen, hält sich aber die finanzielle Belastung trotzdem in erfreulichen Grenzen.

Blitzgeräte mit TTL-Blitzsteuerung von Markenherstellern sind als Neugeräte meistens recht teuer. Das Spitzenmodell von Metz ist als Extrembeispiel ein gutes Stück teurer, als viele Leute für eine Kamera samt Objektiv auszugeben bereit sind. Daher empfiehlt sich der Gebrauchtkauf. Es spricht überhaupt nichts dagegen, ein älteres Modell zu kaufen, das schon einige Jahre nicht mehr produziert wird, sofern es den gewünschten Funktionsumfang bietet.

Probieren Sie aber unbedingt das Blitzgerät vorher aus oder lassen Sie sich die Funktionsfähigkeit vom Verkäufer garantieren. Der Energiespeicher eines Blitzgeräts ist nämlich ein sogenannter Elektrolytkondensator ("Elko"), der im Laufe vieler Jahre austrocknen und seine Kapazität verlieren kann. Folge wäre ein sehr schwacher Blitz. Das Austrocknen kann vor allem dann vorkommen, wenn das Blitzgerät viele Jahre nicht betrieben wurde. Bei Blitzgeräten, die regelmäßig in Benutzung sind, kennt man solche Probleme jedoch nahezu nicht. Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie daher ein Gerät mit Gebrauchsspuren, das regelmäßig benutzt wurde, einem Gerät im Neuzustand, das Jahrzehnte im Schrank gelegen hat, vorziehen. Zu stark sollte es allerdings auch nicht sein, daß die Blitzröhre nur eine beschränkte Lebensdauer besitzt, die vond er Anzahl der Blitze und deren Energie abhängt.

Eine grobe Funktionsprüfung von Computerblitzgeräten mit oder ohne TTL-Steuerung können Sie wie folgt vornehmen: Stellen Sie das Gerät auf Automatikbetrieb (nicht TTL!) und gleichzeitig am Gerät einen möglichst kleinen Blendenwert ein. Richten Sie das Gerät in geringem Abstand (z.B. 1 m) auf z.B. eine weiße Wand und lösen manuell einen Testblitz aus. Als Folge sollte ein schwacher Blitz abgegeben werden. Stellen Sie nun den Blendenwert auf den maximal einstellbaren Wert, richten das Blitzgerät auf einen möglichst weit entfernten Gegenstand oder decken den Sensor mit dem Finger ab und lösen erneut aus. Der Unterschied in der Blitzstärke sollte auch ohne weitere Hilfsmittel erkennbar sein. Wichtig, um Augenschäden zu vermeiden: Schauen Sie dabei nicht direkt in den Blitz - zumindest nicht aus kleinem Abstand!


Batterien / Akkus

Ganz wichtig ist die Energiequelle. Ganz normale Alkali-Mangan-Batterien ermöglichen zwar relativ viele Blitze pro Batteriesatz, jedoch ist deren Innenwiderstand recht hoch, wodurch die Blitzfolgefrequenz sehr gering ist.  Nickel-Cadmium-Akkumulatoren (NiCd) besitzen zwar eine geringere Kapazität, gleichzeitig aber auch einen deutlich geringeren Innenwiderstand, so daß nach dem Abblitzen viel schneller die Blitzbereitschaft wiederhergestellt wird. Sie sind zudem im Gegensatz zu Batterien wiederaufladbar und machen sich bei häufigem Gebrauch sehr schnell bezahlt. Leider sind Standard-NiCd-Akkus in Europa wegen vorgeschobener Umweltschutzgründe nicht mehr neu erhältlich. Deutlich besser als Batterien aber weniger gut geeignet als NiCd-Akkus sind aufgrund ihres höheren Innenwiderstands  Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren (NiMH). Wenn Sie heutzutage Akkus kaufen, sollten Sie unbedingt zu den inzwischen schon etliche Jahre erhältlichen NiMH-Akkus mit niedriger Selbstentladung kaufen (also Sanyo eneloop, GP ReCyco+, Panasonic Infinium, Varta Ready2Use o.ä.), denn aufgrund der hohen Selbstentladung sind konventionelle NiMH-Akkus immer leer, wenn man sie braucht. Ganz wichtig ist, daß die Akkus immer sachgerecht aufgeladen werden. Mit vielen im Lieferumfang von Bitzgeräten enthaltenen Ladegeräten wie auch mit relativ billigen Ladegeräten aus dem Zubehörhandel werden die armen Akkus geradezu kaputtgeladen und überleben dann kaum 5 Ladezyklen. Damit ist nicht gemeint, daß ein Akku nach 5 Ladezyklen explodiert o.ä., sondern daß sich die nutzbare Akku-Kapazität soweit reduziert, daß er nicht mehr sinnvoll einsetzbar ist, und daß der Innenwiderstand sich stark erhöht. In der Praxis merkt man dies daran, daß ein frisch aufgeladener Akku schon nach wenigen Blitzen wieder leer ist.

Einzig und allein Ladegeräte mit Delta-U-Abschaltung, oft mit diesem Schlagwort oder mit "mikroprozessorgesteuert" bzw. "intelligent" beworben, behandeln NiCd- und NiMH-Akkus pfleglich. Sie haben zudem den Vorteil, daß die Ladezeiten sehr kurz sind; sie sind nicht einmal teuer und kosten im Online-Handel günstigstenfalls 20 Euro (entsprechend mehr im örtlichen Handel). Die einmalige Investition in ein gutes Ladegerät rechnet sich allerdings recht schnell durch den nicht erforderlichen Kauf von Ersatzakkus. Das Original-Ladegerät sollte dann möglichst schnell in einer dunklen Ecke verschwinden, wo den Akkuzerstörer hoffentlich niemand wiederfindet. Weitere Infos zu NiCd- und NiMH-Akkus sowie zu Ladegeräten finden Sie unter  Akkumulatoren.


Pflege von Blitzgeräten

Es gibt einige Eigenheiten, die man berücksichtigen sollte, um die Voraussetzungen für ein langes Leben zu schaffen. Man sollte unter allen Umständen vermeiden, daß Akkus oder Batterien im Blitzgerät auslaufen. Die durch Auslaufen geschädigten Kontakte des Blitzgeräts verursachen Kontaktprobleme, die man nie wieder los wird. Der Grund des Auslaufens liegt darin, daß sich Akkus und Batterien selbst entladen, wenn sie längere Zeit nicht benutzt werden. Darüberhinaus fließt manchmal ein kleiner Strom, selbst wenn das Blitzgerät ausgeschaltet ist. Wenn die Akkus oder Batterien ganz entladen sind, spielen sich chemische Vorgänge ab, die nicht selten die Hülle angreifen und zum Auslaufen führen, auch wenn sie als "auslaufsicher" deklariert sind. Dem kann man auf sehr einfache Weise vorbeugen, indem man konsequent nach jedem Gebrauch die Akkus bzw. Batterien aus dem Blitzgerät entnimmt und separat lagert.

Ein zweiter Punkt ist der Elektrolytkondensator ("Elko"), der ebenfalls am liebsten voll geladen ist. Auch hier laufen im entladenen Zustand chemische Reaktionen ab, die die Kapazität und damit die Blitzleistung verringern. Elkos laufen jedoch nicht wie Batterien aus, sondern sie vertrocknen langsam. Seine Leistungsfähigkeit und gleichzeitig seine Lebensdauer kann man verlängern, wenn man den Elko regelmäßig auflädt sprich das Blitzgerät regelmäßig benutzt. Wenn es nicht ohnehin in Gebrauch ist, können Sie Ihrem Blitzgerät etwas Gutes tun, wenn Sie es spätestens alle paar Monate für mindestens 10 Minuten einfach nur einschalten, ohne einen Blitz auszulösen.
  

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