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Inhalt:
Allgemeines
Aufbau von Handbelichtungsmessern
Bedienung von Handbelichtungsmessern
Objektmessung
Lichtmessung
Handbelichtungsmesser günstig kaufen



Allgemeines

Obwohl mittlerweile jede Kleinbildkamera einen eingebauten Belichtungsmesser besitzt und auch viele Mittelformatkameras damit ausgerüstet sind, könnte man annehmen, daß externe Belichtungsmesser hinfällig wären. Dies ist mitnichten der Fall. Denn in die Kamera eingebaute Belichtungsmesser beherrschen nur die Objektmessung und sind bei weitem nicht so universell einsetzbar wie externe Belichtungsmesser. Im Fotostudio ist es daher eher die Ausnahme, daß sich ein professioneller Fotograf auf den eingebauten Belichtungsmesser verläßt.

Auch wenn übliche analoge Handbelichtungsmesser aufgrund der vielfach beschrifteten Drehscheibe aussehen, als ob sie sehr schwierig zu bedienen seien, ist das absolut nicht der Fall. Nachfolgend können Sie erfahren, wie ein Belichtungsmesser grundsätzlich funktioniert und wie Sie ihn in der Praxis sinnvoll einsetzen können.


Aufbau von Handbelichtungsmessern

Sofern Sie die nachfolgende Beschreibung des Aufbaus eines Handbelichtungsmessers nicht verstehen, ist das nicht weiter tragisch. Man muß ja auch nicht verstehen, wie ein Motor funktioniert, um Auto fahren zu können. Allerdings hat das Wissen über die Funktionsweise einen positiven Einfluß auf das Verständnis der korrekten Bedienung.


Bild 1: Aufbau eines Handbelichtungsmessers

Ein typischer analoger Handbelichtungsmesser moderner Bauart besteht aus wenigen Funktionsblöcken: Das zu messende Licht fällt auf eine Fotodiode; im Volkmund sagt man auch gerne Fotozelle. Diese wandelt das Licht in Strom um, und zwar gibt sie einen zur Beleuchtungsstärke proportionalen Strom ab. Dieser Strom wird verstärkt und logarithmiert. Die Logarithmierung ist deswegen erforderlich, weil die Blendenstufen ein logarithmisches Maß sind: Eine Blendenstufe bedeutet die doppelte, zwei Blendenstufen die vierfache, drei Blendenstufen die achtfache Lichtmenge usw. Das Ergebnis ist eine Spannung, die dem Lichtwert (engl. EV = Exposure Value) entspricht und direkt angezeigt werden kann. Die nachfolgende Verarbeitungsstufe ist ein Meßwertspeicher. Der Spannungswert folgt der Lichteinstrahlung, solange man die Meßtaste gedrückt hält. Läßt man sie los, bleibt der Ausgangswert A des Speichers auf dem letzten gemessenen Wert stehen. Der Sinn liegt darin, daß man zum Ablesen den Belichtungsmesser in einer beliebigen Position halten kann und ihn nicht dauerhaft auf das Meßobjekt richten muß.

Mit dem Lichtwert ist Ihnen jedoch noch nicht sonderlich viel geholfen, weil Sie ausgehend von dem gemessenen Lichtwert einige Rechenarbeit leisten müßten, um unter Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit, eventuell erforderlicher Korrekturwerte etc. zur gewünschten Kombination Blende/Belichtungszeit zu kommen. Damit Sie nicht den Taschenrechner bemühen müssen, besitzen analoge Belichtungsmesser eine Drehscheibe, die als Rechenscheibe ausgeführt ist. Sie besteht aus mehreren Scheiben, die mechanisch gegeneinander verdreht werden können und jeweils mit den relevanten Werten wie z.B. Filmempfindlichkeit und Korrekturwert beschriftet sind, und unbeweglichen Skalenkomponenten. Diese Mehrfachscheibe sitzt auf der Achse eines Potentiometers, das eine Ausgangsspannung B liefert, die dem Lichtwert entspricht, der den auf der Scheibe eingestellten Werten entspricht.

Nun muß man nur noch den gemessenen Wert von der Fotodiode mit dem am Potentiometer eingestellten Wert vergleichen. Die sich daraus ergebende Differenz kann man entweder auf einem Anzeigeinstrument anzeigen oder damit z.B. zwei Leuchtdioden (für Anzeige einer positiven bzw. negativen Abweichung) ansteuern. Jetzt kommt der Benutzer ins Spiel: Wenn er Filmempfindlichkeit und Korrekturwerte richtig eingestellt hat, braucht er nur noch die ganze Scheibe so lange zu verdrehen, bis sich die angezeigte Abweichung Null ist.

Analoge Blitzbelichtungsmesser arbeiten ganz ähnlich. Nur sieht bei ihnen die Schaltung hinter der Fotodiode etwas anders aus. Aufgrund des Wesens des Blitzlichts (kurzer ungleichförmiger Lichtimpuls) muß man während einer vorgegebenen Torzeit alles Licht aufsummieren (mathematisch genauer gesagt integrieren) und durch die eingestellte Torzeit dividieren, um als Ausgangsgröße wieder eine zum Lichtwert proportionale Spannung zu erhalten. Mit der Meßtaste kann man gleichzeitig die Messung starten und das an den Handbelichtungsmesser angeschlossenen Blitzgerät starten. Eine alternative Möglichkeit, bei der das Blitzgerät keine Verbindung zum Belichtungsmesser besitzen muß, besteht darin, daß man den Blitzbelichtungsmesser auf automatische Messung schaltet. Danach löst man den Blitz manuell aus. Sobald der Belichtungsmesser Blitzlicht detektiert (plötzliche, starke Helligkeitszunahme), startet er automatisch die Messung mit der eingestellten Torzeit.

Diese Torzeit sollte der sogenannten Synchronzeit (= die kürzeste Belichtungszeit, bei der der Verschluß einmal komplett geöffnet ist) Ihrer Kamera entsprechen. Für spezielle Effekte kann man übgrigens die Torzeit und damit die an der Kamera eingestellte Belichtungszeit länger wählen.

Digitale Belichtungsmesser funktionieren bezüglich der Messung absolut genauso wie analoge Belichtungsmesser; lediglich die Anzeige erfolgt digital. Ein Rechenring ist hier nicht erforderlich. Stattdessen wird der gemessene Lichtwert digitalisiert und unter Berücksichtigung von Filmempfindlichkeit und Korrekturwerten digital als Blende/Verschlußzeit-Kombination angezeigt. Praxisrelevante Vorteile besitzen digitale Belichtungsmesser nicht. Lediglich die Bedienung ist geringfügig anders, wobei man trefflich darüber streiten kann, was besser ist.


Bedienung von Handbelichtungsmessern

Obwohl er kompliziert aussieht, ist ein Handbelichtungsmesser sehr einfach zu bedienen. In Bild 2 ist das Modell Profisix der Firma Gossen abgebildet, wobei alle relevanten Bedienelemente bzw. Ablesewerte gekennzeichnet sind. Bitte klicken Sie auf das Bild, um eine vergrößerte Version in einem separaten Browserfenster angezeigt zu bekommen. Anzeigen sind rot, Einstellelemente hingegen blau markiert.


Bild 2: Bedienelemente eines Handbelichtungsmessers und Messung

Bevor die Messung beginnt, müssen Sie zerst einmal die korrekte Filmempfindlichkeit einstellen. Dies geschieht dadurch, daß Sie den Belichtungsmesser in die Hand nehmen und den äußeren Ring festhalten, während Sie die oberste, durchsichtige Scheibe so weit verdrehen, daß im Anzeigefeld (Markierung 1) der richtige Wert erscheint. Bei einem 100er Film wären das 21 °DIN / ASA 100. Zum besseren Handling besitzt diese Scheibe zwei geriffelte Stellen (Markierung 2), mit deren Hilfe Sie sie gegen einen gewollten Widerstand (Schutz gegen versehentliches Verstellen) verdrehen können. Kontrollieren Sie nun, ob die Korrekturwerte (Markierung 3) auf 0 Blendenwerten bzw. der Verlängerungsfaktor (Markierung 4) auf 1 steht. Falls nicht, verdrehen Sie den Einstellring (Markierung 5) solange, bis dies der Fall ist bzw. bis der gewünschte Korrekturwert/Verlängerungsfaktor angezeigt wird. Beide Werte korrespondieren zueinander: Korrekturwert 0 ist identisch mit Verlängerungsfaktor 1, Korrekturwert +1 mit Verlängerungsfaktor 2, Korrekturwert +2 mit Verlängerungsfaktor 4 usw.

Zur Messung drücken Sie den seitlich angebrachten Schalter (Markierung 6) und halten ihn während der Messung gedrückt. Abhängig von der Art der Messung (Objekt- oder Lichtmessung, dazu später) richten Sie den Belichtungsmesser auf das zu messende Objekt oder zur Kamera und lassen den Schalter los. Nun geht's ans Ablesen. Drehen Sie hierzu den äußeren so lange nach links oder rechts, bis die Anzeige (Markierung 7) auf Null steht. Dies muß sofort nach dem Messen erfolgen, weil die Anzeige zur Schonung der Batterie nur kurze Zeit aktiv ist und der Zeiger danach seine Ruhelage am linken Skalenende einnimmt. Die Ablesung der Belichtungsgrößen (Blende und Zeit) ist keiner Eile unterworfen, sofern Sie den äußeren Einstellring nicht verstellen.

Es gibt nicht nur eine einzige Anzeige von Blende und Zeit sondern eine ganze Reihe, von denen Sie sich eine aussuchen können. Jedes sich gegenüberstehende Pärchen ist gültig. Im Bild ist beispielhaft die Kombinbation Blende 2 und 1/30 Sekunde Belichtungszeit hervorgehoben (Markierung 8). Sie können aber auch genausogut Blende 1,0 und 1/125 Sekunde oder Blende 8 und 1/2 Sekunde verwenden. Blende 1,0 ist ziemlich illusorisch, da es mit einer derart hohen Lichtstärke nur zwei Fotoobjektive zu kaufen gibt bzw. gab - zu astronomischen Preisen wohlgemerkt. Bei 1/2 Sekunde Belichtungszeit sind hingegen ohne stabiles Stativ keine verwacklungsfreien Aufnahmen möglich. Hier sind Sie als Fotograf gefragt, entsprechend den Möglichkeiten Ihrer Objektive die passende Kombination auszusuchen.


Objektmessung

Bei der Objektmessung mißt man das vom aufzunehmenden Objekt reflektierte Licht, d.h. man richtet den Belichtungsmesser auf das Objekt. Bei besseren Handbelichtungsmessern sorgt eine Linse vor der Fotodiode sozusagen als Objektiv für einen definierten Meßwinkel. In der einfachsten Form mißt man vom Kamerastandort aus das Objekt an. Dieses Verfahren ist mit der Integralmessung der Kameras vergleichbar. Aber dafür braucht man, außer wenn die Kamera keinen eingebauten Belichtungsmesser besitzt, keinen externen Handbelichtungsmesser.

Interessant wird es bei der Objektmessung vor allem dann, wenn man mit den Handbelichtungsmesser näher an das Objekt herangeht und dessen Kontrast, d.h. der Unterschied zwischen hellster und dunkelster Stelle in Blendenwerten bestimmt. Da ein Film nur einen begrenzten Helligkeitsbereich wiedergeben kann, muß man sich ggf. entscheiden, was wichtiger ist, die hellen oder dunklen Bildteile, und die Belichtung entsprechend wählen. Im Gegensatz zur Kameraautomatik sind Sie hierbei über alle Details informiert und haben zudem die volle Kontrolle darüber, wie belichtet wird, und damit, wie das Foto aussieht. Wie man das am Beispiel von Nachtaufnahmen macht, bei denen ja ein enorm großer Kontrast vorhanden ist, können Sie in den  Aufnahmetips unter  Nachtaufnahmen nachlesen.


Bild 3: Einstellung für Objektmessung

Achten Sie darauf, daß Ihr Handbelichtungsmesser auf Objektmessung eingestellt ist. Die Fotodiode muß freie Sicht auf das zu messende Objekt haben. Ein bei guten Belichtungsmessern vorhandener Schieber zur Lichtmessung muß zur Seite geschoben sein, siehe Bild 3.


Lichtmessung

Bei der Lichtmessung, die in großem Umfang vor allem bei der Portrait- und Modefotografie eingesetzt wird, wird ganz anders gemessen. Man mißt nicht das Licht, das das zu fotografierende Objekt in Richtung Kamera reflektiert, sondern die Helligkeit der Lichtquelle, die das Objekt beleuchtet - und zwar direkt am Objekt, da ja der Abstand der Lichtquelle einen starken Einfluß auf die Helligkeit hat. Egal, wieviel Licht das Objekt zurücksendet, entspricht eine Aufnahme mit dem so gemessenen Wert immer dem natürlichen Augeneindruck. Gute Belichtungsmesser kann man in den Modus Lichtmessung versetzen, indem man den Lichtmeßvorsatz verwendet. Im Falle des oben vorgestellten Gossen Profisix geschieht dies durch Verschieben der weißen Halbkugel vor die Fotodiode, wo der Vorsatz einrastet (Bild 4). Durch einen internen Schalter weiß der Belichtungsmesser automatisch, daß er jetzt eine Lichtmessung durchführen soll.


Bild 4: Einstellung für Lichtmessung

Sie haben im Fernsehen sicherlich schon gesehen, wie im professionellen Fotostudio gemessen wird: Man geht mit dem Handbelichtungsmesser zum zu fotografierenden Objekt, zielt dort auf die Kamera (nicht auf die Lichtquelle) und mißt dann die Belichtung. Die gefundenen Werte werden sogleich an der Kamera eingestellt, und dann wird fotografiert.

Ist der Lichteinfall am Objektstandort und am Kamerastandort gleich, was z.B. bei Aufnahmen im Freien oft vorkommt, brauchen Sie nicht zum Objekt zu gehen. Drehen Sie sich in diesem Fall einfach um 180° herum und messen Sie in Richtung der Verlängerung einer gedachten Linie von Objekt zu Kamera.

Wichtig zu wissen ist, daß die Lichtmessung zuverlässig nur bei nicht selbstleuchtenden Objekten funktioniert. Dieses vom Objekt erzeugte Licht wird bei der Lichtmessung nicht berücksichtigt, da ja nur die Beleuchtung des Objekts gemessen wird. Für beispielsweise Nachtaufnahmen ist die Lichtmessung daher denkbar ungeeignet.


Handbelichtungsmesser günstig kaufen

Der Neupreis für einen brauchbaren Handbelichtungsmesser ist leider ziemlich erschreckend, denn 200 Euro sind hierfür mindestens fällig, man kann aber durchaus auch 700 Euro ausgeben. Bevor Sie sich jetzt erschreckt nach billigen Alternativen umschauen, möchte ich Sie eindringlich davor warnen, billige Geräte mit Selen-Zelle zu erwerben, und Ihnen stattdessen nachfolgend Alternativen aufzeigen. Einfache Selen-Belichtungsmesser arbeiten zwar ohne Batterie, besitzen aber keinen Meßwertspeicher, so daß Sie das zu fotografierende Objekt anpeilen und gleichzeitig die Einstellungen vornehmen müssen. Dies ist nur mit großer Mühe machbar, zudem ist der Meßbereich stark eingeschränkt. Belichtungsmesser mit Cadmiumsulfit-Zellen (CdS) sind ebenso der abgetaute Schnee von vorgestern. Nachtaufnahmen können Sie damit glatt vergessen, und eine Lichtmessung ist bei solchen Geräten ohnehin nicht vorgesehen. Belichtungsmesser mit Selen- oder Cadmiumsulfit-Meßelement sind schon deshalb der reine Unsinn, weil sie gegenüber einem auch nur halbwegs modernen in die Kamera eingebauten Belichtungsmesser nur Nachteile haben. Zudem läßt die Verarbeitung von Billiggeräten deutlich zu wünschen übrig. Belichtungsmesser, bei denen die Rechenscheibe wackelt und sich die Einstellwerte von selbst verstellen gehören in die Mülltonne anstatt in den Verkaufsraum. Bei Blitzbelichtungsmessern sind relativ preisgünstige Geräte jedoch durchaus eine Überlegung wert, da eine Blitzmessung nur mit moderner Technik möglich ist.

Ein in der Praxis verwendbarer Belichtungsmesser muß eine farbkorrigierte Fotodiode und einen Meßwertspeicher besitzen, wobei der Meßbereich nach unten hin bis Lichtwert -4 (echter, spezifizierter Meßbereich - nicht zu verwechseln mit dem Anzeigebereich) reichen sollte. Der Meßbereich am oberen Ende ist hingegen ziemlich uninteressant, weil er ohnehin großzügig bemessen ist. Wichtig ist, daß der Rechenring einen soliden mechanischen Eindruck macht. Alle Scheiben müssen spielfrei und ruckfrei einstellbar sein, wobei sie aber nicht zu leicht laufen sollten, damit sich die Einstellwerte nicht unbeabsichtigt von selbst verstellen. Aufsteckbare Kalotten zur Lichtmessung gehen leicht verloren; daher sollte die Kalotte unbedingt als unverlierbarer Schieber am Belichtungsmesser ausgeführt sein. Sehr hilfreich ist es, wenn der Belichtungsmesser eine analoge Anzeige (Zeiger) besitzt, über den der Abgleich der Belichtung erfolgt. Damit kann man nämlich ohne Rumgefummele spielend einfach den Kontrast eines Objekts als Abweichung von der Nullposition ausmessen.

Insbesondere an der Forderung "Lichtwert -4" scheitern etliche, auch teure Geräte. Trotzdem sollten Sie davon nicht abrücken, sofern Sie auch nur eine einzige Nachtaufnahme machen wollen. Denn gerade Nachtaufnahmen sind oft der Grund schlechthin, einen Handbelichtungsmesser zu kaufen; bei vielen anderen Situation kann man sich notfalls mit allerlei Tricks anderweitig behelfen. Bei Nachtaufnahmen gibt es hingegen, außer die Belichtung zu schätzen, keinen Ausweg. Die hohe Empfindlichkeit ist deswegen erforderlich, weil Sie zur Kontrastbestimmung unbedingt auch die dunkelste bildwichtige Stelle anmessen müssen. Die liegt aber je nach Film um ca. 3 bis 4 Blendenstufen unter dem Wert, der nachher als Belichtung eingestellt wird. Bei 4 Blendenstufen Differenz kann man also nur noch Lichtwert 0 als Belichtung wählen, und das sind lediglich 30 Sekunden bei Blende 5,6. Oft genug war in meiner bisherigen Praxis die Empfindlichkeit ein limitierendes Element, so daß ich mir schon oft Lichtwert -6 als untere Grenze gewünscht habe.

Wichtig: Lassen Sie sich nicht durch technische Daten in der Form "Zeitenbereich bis 8 Stunden" oder "bis 1/16000 Sekunden" verwirren. Dies betrifft nur und ausschließlich die Anzeige und sagt absolut garnichts über den Meßbereich aus. Die einzige in der Praxis wichtige Angabe ist der niedrigste meßbare Lichtwert; alle anderen Daten können Sie hingegen getrost völlig ignorieren.

Wie schon oben dargelegt, landen Sie bei diesen Anforderungen unglücklicherweise bei recht hohen Neupreisen. Sofern Sie diese scheuen, in einen Handbelichtungsmesser zu investieren, empfiehlt sich der Gebrauchtkauf. Markengeräte besitzen eine sehr lange Lebensdauer, so daß auch alte Geräte noch problemlos funktionieren. Mein eigener Gossen Profisix aus der Mitte der 80er Jahre (siehe Bilder oben) sieht immer noch fast aus wie neu und funktioniert vor allem noch wie am ersten Tag. Fündig werden Sie mit ein wenig Geduld in Anzeigeblättern oder aber in einer Online-Auktion, wie z.B. eBay. Wie man hierbei erfolgreich vorgeht, können Sie in  Infos zu Online-Auktionen nachlesen.

Aufgrund meiner guten Erfahrungen kann ich den Profisix der Firma Gossen, der auch heute noch gebaut wird, sehr empfehlen. Aufgrund der technischen Daten sollten auch der etwas preisgünstigere Gossen Lunasix 3S (allerdings mit einem Fotowiderstand anstatt einer Fotodiode als Sensorelement, was aus mehreren Gründen nachteilig ist) und natürlich der sehr teure Mastersix (mit integrierter Blitzlichtmessung) den Anforderungen genügen. Der Lunasix F mit integrierter Blitzbelichtungsmessung ist mit Lichtwert -1 als untere Grenze für Nachtaufnahmen ungeeignet.

Auch wenn hier nur von einem Hersteller die Rede ist, soll das nicht heißen, daß andere Hersteller (z.B. Sekonic, Minolta, Pentax, Aspen etc.) schlechte Geräte bauen. Allerdings ist Gossen bei den Handbelichtungsmessern zumindest in Deutschland Marktführer, was zur Folge hat, daß diese Belichtungsmesser gut erhältlich sind, was man bei vielen anderen Herstellern hierzulande nicht behaupten kann. Zudem sind mir nur die Geräte von Gossen näher bekannt, davon der Profisix und der Spotmaster (Spotbelichtungsmesser) durch langjährigen Gebrauch in der Praxis.
   

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)