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Nachtaufnahme mit braunem Himmel

Nachtaufnahme mit Mond und braunem Himmel (kein Effekt und keine Kolorierung!)


Allgemeines

Nachtaufnahmen sind ein typischer Fall, wo Kameraautomatiken üblicherweise total versagen. Wer auf seine Kamerautomatik vertraut und einfach den Auslöser betätigt, wird nicht viel mehr als pechrabenschwarzes Fotopapier mit nur wenigen farbigen Lichtpunkten erhalten. Wenn das Labor dann auch noch versucht, den Fehler zu korrigieren, erhält man ein häßliches, körniges Braun mit einigen farbigen Lichtpunkten. Denn Kameraautomatiken lassen sich sehr leicht durch helle Objekte wie z.B. Straßenlaternen irritieren, so daß sie in der Regel ganz erheblich zu kurz belichten. Zudem belichten sie weder automatisch auf die bildrelevanten Objekte noch berücksichtigen sie den Schwarzschildeffekt des Films. Außerdem reicht auch der Meßbereich des integrierten Belichtungsmessers oft nicht aus, um im dunklen Umfeld die Belichtung korrekt zu messen.

Anmerkung: Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf die Verwendung von Color-Negativfilmen, die als Endergebnis Papierbilder mit einem Kontrast von ca. 1:32 bis maximal 1:64 sprich 5 bis 6 Blendenstufen liefern. Der Film selbst kann hierbei einen größeren Kontrastumfang wiedergeben als Papierbilder, so daß ein Papierbild immer nur einen Teil des Kontrasts wiedergibt. Bei Diafilmen zur Projektion werden keine Papierbilder angefertigt, so daß hier der höhere Kontrastumfang des Films maßgebend ist, was man schon bei der Aufnahme berücksichtigen muß. Bei Schwarzweißfilmen hingegen ist die Prozeßkette im Gegensatz zur Colorverarbeitung nicht standardisiert, so daß der auf dem Papierbild darstellbare Kontrast des Aufnahmeobjekts variieren kann. Die prinzipielle Vorgehensweise bei der Anfertigung von Nachtaufnahmen ist unabhängig vom Film immer die gleiche, jedoch muß man bei anderen Filmtypen etwas anders belichten.


Theorie

Das größte Problem bei Nachtaufnahmen ist der extrem hohe Kontrast zwischen z.B. einer Straßenlaterne und einer mehr oder weniger unbeleuchteten Stelle im Bild, den kein Film bewältigen kann. Hier muß man ganz klar Kompromisse eingehen. Ein anderes Problem ist die niedrige Beleuchtungsstärke, die oft so gering ist, daß der Kamerabelichtungsmesser falsche Werte anzeigt, wodurch meistens viel zu kurz belichtet wird und die dunklen Bildelemente total "absaufen", wie man im Foto-Jargon sagt. Gemeint ist, daß dunkle Bildelemente nur noch komplett schwarz ohne jede Nuance abgebildet werden.

Ein Color-Papierbild als Endergebnis der fotografischen Tätigkeit besitzt lediglich einen Kontrastumfang von ungefähr 1:32 bis maximal 1:64, was 5 bis 6 Blendenstufen entspricht (2 hoch 5 ergibt 32, 2 hoch 6 ergibt 64). Eine reale Szene als Nachtaufnahme umfaßt jedoch zwischen dem hellsten und dem dunkelsten, großflächigen Objekt hingegen oft locker 10 Blendenstufen und nicht selten noch deutlich mehr. Also muß man irgendwo Abstriche machen, und das sind in aller Regel die Lichter. Denn der größte Teil der zu fotografierenden Szene ist normalerweise ziemlich dunkel, und nichts sieht langweiliger aus als ein eintönig schwarzes Blatt Fotopapier, auf dem sich ein paar helle Punkte hervortun.

Man muß daher dafür Sorge tragen, daß im gesamten Bild keine größeren schwarzen Flächen vorhanden sind, d.h. daß die Belichtung so reichlich ist, daß die meisten dunklen Stellen gerade noch Zeichnung besitzen. Auf der anderen Seite darf die Belichtung nicht so reichlich ausfallen, daß sehr helle Bildelemente so deutlich überbelichtet werden, daß sie in dunkle Bereiche hinein überstrahlen. Wichtig ist es daher, einen gesunden Kompromiß zu finden.

Der Schwarzschildeffekt ist ein Effekt, der bei extrem kurzen oder extrem langen Belichtungszeiten auftritt. Er beschreibt die Eigenschaft fotografischer Materialien, daß in diesen Bereichen der Schwärzungsgrad geringer ausfällt, als rein rechnerisch zu erwarten ist. Wenn als Beispiel 1/8 s bei Blende 2,8 korrekt sind, kann man auch 1/30 s bei Blende 1,4 belichten, d.h. 2 Blendenstufen weiter aufblenden und als Kompensation 2 Blendenstufen kürzer belichten. Rein rechnerisch müßten 16 s bei Blende 32 die gleiche Filmschwärzung ergeben. Tatsächlich macht sich aber bereits der Schwarzschildeffekt bemerkbar, und der Film wird weniger geschwärzt. Um dies auszugleichen, muß man entweder länger belichten als gemessen oder aber weiter aufblenden. Bei Farbfilmen kommt es zudem zu leichten Farbverschiebungen. Im früher üblichen Beipackzettel zum jeweiligen Film war angegeben, ab welcher gemessenen Belichtungszeit man welchen Korrekturfaktor verwenden muß. Diese Information muß man sich heutzutage von der WebSite des jeweiligen Filmherstellers besorgen.


Benötigte Geräte

Das Wichtigste ist eine Kamera mit Langzeitbelichtungsmöglichkeit. Jede gängige Spiegelreflexkamera bietet die Einstellmöglichkeit "B" (Bulb). Der Verschluß öffnet hierbei so lange, wie der Auslöser gedrückt wird. Alternativ reicht es auch, wenn sich die Kamera auf sehr lange Belichtungszeiten im Minutenbereich einstellen läßt. Wenn Sie mit "B" arbeiten, benötigen Sie zudem einen Fernauslöser, um die Langzeitbelichtung durch das Betätigen des Auslösers nicht zu verwackeln. Bei älteren Kameras arbeitet dieser mechanisch und wird auf den Auslöser geschraubt, der zu diesem Zweck ein Gewinde besitzt. Bei moderneren Kameras arbeitet er elektrisch. Weiterhin benötigen Sie eine Stoppuhr oder notfalls eine ganz normale Uhr mit Sekundenanzeige. Wenn Sie gerade keinen Fernauslöser zur Hand haben, können Sie die Aufnahme verwacklungsfrei oft auch über den Selbstauslöser der Kamera starten.

Da die in Kameras integrierten Belichtungsmesser bei niedrigen Beleuchtungsstärken nicht mehr richtig arbeiten, benötigt man einen  Hand-Belichtungsmesser. Wichtig ist ein für Nachtaufnahmen geeigneter Handbelichtungsmesser, der auch sehr niedrige Beleuchtungsstärken noch richtig messen kann. Leider landet man hier fast ausnahmslos bei Modellen, deren Preis dem eines einfachen SLR-Kameragehäuses entspricht, weshalb der Kauf von gebrauchten Geräten empfohlen wird, z.B. in einer  Online-Auktion. Der Meßbereich sollte bei Lichtwert -4 (neudeutsch Exposure Value, EV oder E.V.) beginnen; mit größeren (positiveren) Werten als EV -2 sollten Sie sich keinesfalls zufriedengeben. Ein Spotbelichtungsmesser ist hierfür übrigens nur wenig geeignet, weil aufgrund des notwendigen Objektivs und des integrierten Strahlteilerspiegels die Lichtempfindlichkeit im Vergleich zu direkt messenden Handbelichtungsmessern um mehrere Blendenstufen geringer ist.

Ganz wichtig ist, daß die Kamera während der Belichtung absolut ruhig und erschütterungsfrei gelagert wird. Hierzu bietet sich ein stabiles Stativ an. Notfalls kann man sich auch damit behelfen, daß man die Kamera auf eine feste Unterlage, z.B. auf eine Mauer, legt.


Durchführung

Vorbereitung

Montieren Sie die Kamera auf ein stabiles Stativ und richten Sie auf die zu fotografierenden Szene aus. Stellen Sie nun Entfernung und Bildausschnitt wie gewünscht ein. Die Blende wählt man wie üblich je nach gewünschter Schärfentiefe. Bei Nachtaufnahmen wirken Unschärfen jedoch oft störend, so daß man normalerweise soweit abblenden sollte, daß das gesamte Bild scharf abgebildet wird. Da die Kamera ohnehin auf einem Stativ steht, fällt die Verlängerung der Belichtungszeit nicht negativ ins Gewicht.

Verschaffen Sie sich nun einen Überblick über den Kontrastumfang, indem Sie mit einem Handbelichtungsmesser die hellste und die dunkelste Stelle anmessen. Das Problem bei der Belichtungsmessung ist, daß es oft wegen der Entfernung nicht praktikabel ist, die dunklen Objekte aus der Nähe anzumessen, was aufgrund des breiten Meßwinkels des Handbelichtungsmessers aber unbedingt erforderlich ist. In solchen Fällen hilft das Anmessen von Ersatzobjekten weiter: Suchen Sie Objekte in der Nähe, die visuell die gleiche Helligkeit besitzen wie diejenigen, die zu weit entfernt sind, und messen Sie sie als Stellvertreter an. Dies ist nur bei dunklen Objekten notwendig, weil sich helle Objekte bei der Messung durchsetzen.

Bei mehr als 5 Blendenstufen Kontrastumfang, was sehr wahrscheinlich ist, müssen Sie von Lichtern mit Zeichnung leider Abschied nehmen, wenn dunkle Bildteile nicht total absaufen sollen. Messen Sie nun die hellsten beleuchteten Stellen (aber nicht die Lampen selbst!) an. Reichen nun 5 Blendenstufen aus, können Sie nun die korrekte Belichtungszeit wie folgt ermitteln:

Messen Sie die dunkelste bildwichtige Stelle an. Jeder Belichtungsmesser ist auf Neutralgrau kalibriert und geht davon aus, daß man mit ihm einen mittleren Helligkeitswert anmißt. Dies ist hier jedoch nicht der Fall, da sie mit Absicht eine dunkle Stelle ausgewählt haben. Daher müssen Sie den Meßwert entsprechend korrigieren, und zwar um 2 Blendenstufen in Richtung kürzere Belichtungszeit sprich dunklere Wiedergabe auf dem Papierbild. Bei mehr als 5 Blendenstufen Differenz zwischen hellster und dunkelster bildwichtiger Stelle müssen Sie entscheiden, wo Sie Einbußen in Kauf nehmen - bei den Lichtern oder bei den dunklen Bildteilen. Dürfen die dunklen Bildteile nicht leiden, ermitteln Sie die Belichtung wie gerade beschrieben. Sollen helle Bildteile nicht leiden, messen Sie diese an und korrigieren den angzeigten Wert um 3 Blendenstufen in Richtung längere Belichtungszeit (Anmessen der Lichter alleine würde ihnen eine mittlere Helligkeit zuweisen mit der Folge einer starken Unterbelichtung; eine 3 Blendenstufe längere Belichtung korrigiert dies und macht sie heller). Möglicherweise liegt die optimale Belichtung irgendwo zwischen diesen beiden Werten. Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie wählen sollten, fertigen Sie am besten 2 Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtungszeit an.

Bevor Sie die Aufnahme starten, müssen Sie die Schwarzschildkorrektur durchführen. Zwar ist dieser von Film zu Film unterschiedlich, aber wenn Sie ab einer gemessenen Belichtungszeit von ca. 1 s eine Blendenstufe länger belichten sprich die Zeit verdoppeln und ab ca. 1 min zwei Blendenstufe länger belichten sprich die Zeit vervierfachen, ist die Korrektur hinreichend genau. Color-Negativfilme tolerieren eine Abweichung von einem Blendenwert von der Idealbelichtung problemlos, da ihre Empfindlichkeit so angegeben wird, daß sozusagen nach oben und unten noch etwas Luft ist. Man redet in diesem Zusammenhang von Belichtungsspielraum. Ein ungefährer Ausgleich reicht daher absolut aus. Bei Diafilmen wirkt sich jede Änderung der Belichtungszeit sofort im Endergebnis sichtbar aus. Sie besitzen daher keinerlei Belichtungsspielraum, den man ungestraft nutzen kann, und müssen daher viel genauer belichtet werden.

Zur Sicherheit sollten Sie, zumindest solange Sie noch keine Routine darin haben, noch weitere Aufnahmen mit z.B. 2 Blendenstufen kürzerer und vor allem längerer Belichtungszeit anfertigen.


Aufnahme

Die eigentliche Aufnahme ist sehr einfach: Die Kamera wird ausgelöst und solange belichtet wie ermittelt. Denken Sie bei Verwendung eines Fernauslösers daran, beim Auslösen die Stoppuhr zu starten. Vermeiden Sie es, während der Belichtung das Stativ oder die Kamera zu berühren. Dies könnte die Aufnahme verwackeln. Je länger die Aufnahme ist, desto weniger machen sich relativ dunkle, bewegte Objekte später auf dem Foto bemerkbar. Fußgänger, die während einer Langzeitbelichtung quer durchs Bild laufen, sind daher überhaupt kein Problem, sofern sie keine Kleidung mit Reflektoren tragen. Reflektoren sorgen für helle Streifen im Bild.

Im Bedarfsfall können Sie die Belichtung unterbrechen (auch mehrfach), falls unerwünschte Objekte sich durchs Bild zu bewegen drohen. Bei modernen Kameras mit motorischem Filmtransport müssen Sie sie dazu vorher in den Modus Mehrfachbelichtung versetzen, d.h. im Vorhinein wissen, ob Sie vielleicht die Aufnahme unterbrechen müssen. Eine Reaktion auf unerwartete Ereignisse ist bei nicht aktivierter Mehrfachbelichtung nur derart möglich, daß man einen matten dunklen Gegenstand vor das Objektiv hält (notfalls die Hand), während die Kamera ausgelöst bleibt. Ältere Kameras mit manuellem Filmtransport sind diesbezüglich viel anwendungsfreundlicher, weil man erst kurz vor dem erneuten Spannen des Verschlusses festlegen muß, ob nur der Verschluß gespannt (Fortsetzung der Belichtung) oder gleichzeitig auch der Film transportiert werden soll (nächstes Bild). Als Belichtungszeit zählt übrigens die Summe der Einzelbelichtungen.


Nachbearbeitung

Sofern Sie nicht selbst entwickeln und Abzüge herstellen, sollten Sie Ihren Fotohändler sicherheitsweise darauf hinweisen, daß es sich um Nachtaufnahmen handelt, oder ihn bitten, das Labor anzuweisen, den Film nicht zu zerschneiden. Denn bei Nachtaufnahmen funktioniert die automatische Erkennung des Zwischenraums zwischen zwei Aufnahmen oft nicht richtig. Ergebnis wären dann mitten im Bild zerschnittene Negative.

Je nach Routine bei der Aufnahme kann es sinnvoll sein, erst einmal nur den Film entwickeln zu lassen, ohne daß Abzüge von jedem Bild gemacht werden. In diesem Fall sollten Sie die Negative auf ausreichende Belichtung überprüfen. Negative, die im Bildbereich große völlig blanke Stellen besitzen (diese werden auf dem Papierbild tiefschwarz) sind unterbelichtet. Ideal sind Aufnahmen, die überall wenigstens ganz zart belichtet sind. Suchen Sie die besten Aufnahmen aus und lassen Sie hiervon Abzüge anfertigen. Auch hier sollten Sie Ihren Fotohändler darauf hinweisen, daß es sich um Nachtaufnahmen handelt. Wenn Sie dies versäumen, wird die Automatik im Labor wahrscheinlich viel zu helle Abzüge erstellen.


Gestaltungstips

Bewegte Lichter

Sehr dekorativ können die Lichter vorbeifahrender Autos sein. Durch die Langzeitbelichtung werden diese als helle Bänder abgebildet, die sich bei mehreren vorbeifahrenden Autos überlagern. Dies kann man bewußt in die Aufnahme einbauen, um besondere Stimmungen zu erzeugen.


Vollmond / Schnee

Den Objektkontrast bei der Aufnahme kann man reduzieren, indem man den Mond als weitere Lichtquelle nutzt: In den Tagen um Vollmond herum sorgt er für eine nennenswerte Ausleuchtung von Stellen, die bei Neumond total absaufen. Auch bei Aufnahmen mit frisch gefallenem Schnee reduziert sich der Objektkontrast ganz enorm. Zudem muß man durch die deutlich erhöhte Grundhelligkeit, insbesondere bei Schnee plus Vollmond, ganz erheblich kürzer belichten.


Nachtaufnahme mit Schnee

Nachtaufnahme mit Schnee


Blitzgerät

Wenn Sie Objekte in unmitelbarer Nähe aufnehmen, deren Kontrast zu hoch ist, können Sie die dunklen Bildteile mit einem Elektronenblitz aufhellen. Blenden Sie möglichst weit ab, damit sich eine praktikable Belichtungszeit von mindestens mehreren Minuten ergibt. Ermitteln Sie die Belichtungszeit so, daß die bildwichtigen hellen Stellen nicht ausfressen. Das Blitzgerät wird nun so eingestellt, daß es automatisch für eine Blende richtig belichtet, die 2 bis 3 Blendenwerte unter der am Objektiv eingestellten Blende liegt, also beispielsweise Blende 5,6 oder 8, wenn am Objektiv Blende 22 eingestellt ist. Damit liefert das Blitz nur soviel Licht, um die dunklen Bildteile ein wenig aufzuhellen. Überzeugen Sie sich aber vor der Aufnahme unbedingt, ob hierfür die abgegebene Lichtmenge überhaupt ausreicht.

Sobald Sie die Belichtung gestartet haben, laufen Sie (mitten durch's Bild!) nacheinander in die Nähe aller zu dunkler Stellen, richten das Blitzgerät darauf und lösen den Blitz aus. Sorgen Sie dafür, daß das Blitzgerät immer von der Kamera weg gerichtet ist, da es sonst als extrem hell strahlender Lichtpunkt abgebildet wird, und daß die Kamera freie Sicht auf die aufgehellte Stelle hat. Wichtig ist auch, daß Sie weder vom Blitzlicht angestrahlt werden noch lange an einer Stelle stehenbleiben noch Kleidung oder Schuhe mit reflektierenden Streifen tragen; möglichst dunkle Kleidung und Schuhe aus dunklem, mattem Material sind ideal. Dank der geringen Beleuchtungsstärke und geringen Aufenthaltsdauer an einem Ort werden Sie auf dem Bild nicht abgebildet, was auch für eventuell vorbeigehende Fußgänger gilt.

Diese Methode kann man leicht abgewandelt auch dafür verwenden, um unbeleuchtete Objekte in helles Licht zu tauchen - quasi so, als ob sie von einer Lampe angestrahlt würden. Hierzu müssen Sie die Belichtungsautomatik, den "Computer", des Blitzgeräts auf die Blende einstellen, die Sie am Objektiv eingestellt haben. Soll das Objekt hell erleuchtet erscheinen, müssen Sie eine oder zwei Blenden zugeben. Bei größeren Abständen gerät man nicht selten an die Leistungsgrenze auch leistungsstarker Blitzgeräte. Statt ein oder zwei Blenden mehr einzustellen können sie das Objekt auch zweimal oder viermal während der Langzeitbelichtung mit Computerblende gleich Kamerablende anblitzen.
  

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