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Bedienung einer SLR-Kamera
 
     
 
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Inhalt:
Allgemeines
Aufbau und Funktionsweise
Grundlegende Bedienelemente
Entfernungseinstellring
Blendeneinstellring
Belichtungszeiteinstellrad
Auslöser
Rückspulentriegelungsknopf
Filmtransporthebel
Rückspulkurbel
Einstellrad für Filmempfindlichkeit
Einstellrad zur Belichtungskorrektur
Kamera günstig kaufen
  Weitere Themen:
Bedienungsanleitung
(Bebilderte Anleitung für Anfänger)



Allgemeines

Eine Spiegelreflexkamera (SLR-Kamera) hat bei fototechnisch unbedarften Menschen oft den Ruf einer teuren, komplexen und nur für Spezialisten bedienbaren Fotomaschine. Als Folge kaufen sie stattdessen lieber für fast genausoviel Geld eine "Knipskiste" sprich Sucherkamera, die in der Qualität der Bilder aber fast immer weit hinter einer SLR-Kamera zurückliegt.

Spiegelreflexkameras sind heutzutage dank Autofocus und allerlei Automatiken genauso einfach zu bedienen wie Sucherkameras: Durchgucken und draufdrücken. Wenn Sie sich ein wenig mehr mit der Fotografie beschäftigen, werden Sie wahrscheinlich recht schnell manuell eingreifen und einige oder sogar alle Automatiken abschalten wollen. Nachfolgend ist daher beschrieben, welche grundlegenden Bedienelemente eine SLR-Kamera besitzt und wie man sie richtig bedient. Unter  Bedienungsanleitung finden Sie eine genaue, bebilderte Anleitung, wie eine einfache, manuelle Kamera, die ich Anfängern wärmstens empfehle, richtig bedient wird. Die Bedienungselemente mögen bei verschiedenen Modellen zwar ein klein wenig anders aussehen, aber das Grundsätzliche ist immer gleich.

Wer das Fotografieren erlernen will, sollte den Sprung ins kalte Wasser wagen und mit einer Kamera ohne Automatiken beginnen. Dies ist überhaupt nicht schwierig und schärft den Blick fürs Wesentliche. Nachdem Sie damit gelernt haben umzugehen, wird sie trotz Verlockungen aus dem High-Tech-Lager wahrscheinlich noch lange Ihre treue Begleiterin bleiben. Eine solche Kamera samt Zubehör kann darüberhinaus sehr preisgünstig sein, wie dies in  Kamera günstig kaufen beschrieben ist. Wer auf diese Weise Fotografieren gelernt hat, kommt dann auch mit allen High-Tech-Kameras klar.


Aufbau und Funktionsweise

Durch ihren besonderen Aufbau mit einem beweglichen Spiegel entspricht das Bild, das sie im Sucher sehen, bei einer SLR-Kamera immer genau dem, was letztendlich auf dem Film landet. Parallaxefehler etc., die bei Sucherkameras konstruktionsbedingt auftreten, gibt es daher nicht. Ohne zu tief in die Details steigen zu wollen, sei zum besseren Verständnis kurz der schematische Aufbau einer SLR-Kamera dargestellt:
Spiegelreflexkamera in Ruhestellung
Bild 1: Spiegelreflexkamera in Ruhestellung

Das Licht, hier als roter Strahl dargestellt, gelangt durch die Linse des Objektivs auf den Spiegel, der diesen vollständig nach oben auf die Mattscheibe umlenkt. Mattscheibe und Film sind gleichweit vom Spiegel entfernt, sodaß ein auf der Mattscheibe scharf abgebildetes Bild bei weggeklapptem Spiegel auch auf dem Film scharf abgebildet wird. Das Pentaprisma sorgt letztendlich dafür, daß der Fotograf ein seitenrichtiges Bild sieht.

Für die Belichtung des Films wird zuerst der beweglich gelagerte Spiegel nach oben weggeklappt. Danach öffnet der sogenannte Verschluß. Das Licht trifft dann ohne Umwege auf den Film auf. Dies ist in Bild 2 dargestellt. Nach einer festgelegten Zeit wird der Verschluß wieder geschlossen und danach der Spiegel heruntergeklappt, wodurch die Belichtung des Films gestoppt wird.
Spiegelreflexkamera während Belichtung
Bild 2: Spiegelreflexkamera während Belichtung

Vielleicht werden Sie sich fragen, warum man zusätzlich zum schwenkbaren Spiegel noch einen Verschluß benötigt, wo doch der Spiegel bereits den Weg zum Film freigibt. Die Ursache liegt darin, daß der Spiegel relativ schwer ist und daher nur vergleichsweise langsam bewegt werden kann. Extrem kurze Belichtungszeiten wären damit nicht möglich. Aus diesem Grund verwendet man einen Verschluß mit sehr geringen bewegten Massen, der bei High-End-Kameras Belichtungszeiten bis hinab zu 1/8000 Sekunde ermöglicht.


Grundlegende Bedienelemente

Am Beispiel einer einfachen manuellen Kamera seien die grundlegenden Bedienelemente beschrieben, als da sind:

1. Entfernungseinstellring
2. Blendeneinstellring
3. Belichtungszeiteinstellrad
4. Auslöser
5. Filmtransporthebel
6. Rückspulentriegelungsknopf
7. Rückspulkurbel (ausklappbar)
8. Einstellrad für Filmempfindlichkeit
9. Einstellrad zur Belichtungskorrektur

Grundlegende Bedienungselemente einer Spiegelreflexkamera
Bild 3: Grundlegende Bedienungselemente einer Spiegelreflexkamera


Bereits mit diesen wenigen Bedienelementen ist es möglich, eine Spiegelreflexkamera komplett zu bedienen und zudem hochqualitative Aufnahmen zu machen. Nachfolgend ist beschrieben, was man mit diesen Bedienelementen alles tun kann, während in  Bedienungsanleitung bebildert beschrieben ist, wie man dies tut.

1. Entfernungseinstellring

Der am Objektiv fast immer im vorderen Bereich zu findende, mehr oder weniger breite Ring gestattet es, die Entfernung einzustellen, in der ein zu fotografierendes Objekt scharf auf dem Film (und damit auch der Mattscheibe) dargestellt wird. Richten Sie die Kamera auf das gewünschte Objekt und drehen Sie einfach so lange am Ring nach links oder rechts, bis es gestochen scharf erscheint. Achten Sie darauf, daß bis zum Drücken des Auslösers sich der Abstand zwischen Kamera und Objekt nicht ändert; ansonsten müssen Sie nachfokusieren, z.B. bei einem auf einen zufahrenden Auto.

2. Blendeneinstellring

Dieser befindet sich in den allermeisten Fällen unmittelbar am hinteren Ende des Objektivs, kurz vor dem Übergang zum Kameragehäuse. Er ist mit einer Zahlenreihe wie z.B. 22-16-11-8-5,6-4-2,8-2,0 beschriftet. Eingestellt ist derjenige Wert, der mit einer besonderen Markierung übereinstimmt. Dieser Wert hat großen Einfluß auf die Schärfentiefe, d.h. welcher Entfernungsbereich um die eingestellte Entfernung noch scharf abgebildet wird. Eine kleinere Öffnung der Blende, d.h. ein höherer Blendenwert, hat eine höhere Schärfentiefe zur Folge, vermindert andererseits aber die Lichtmenge, die auf den Film trifft. Ein bewußt klein gewählter Blendenwert läßt hingegen den als unwichtig erachteten Hintergrund in Unschärfe versinken.

Grundsätzliche Empfehlungen zur Blendenwahl sind schwierig bis unmöglich. Wenn Sie ein möglichst in allen Bereichen knackig scharfes Bild haben möchten (z.B. Landschaftsaufnahme), müssen Sie so weit abblenden, wie es das zur Verfügung stehende Licht erlaubt. Wenn Sie jedoch nur das bildwichtige Objekt scharf abbilden und den Hintergrund in Unschärfe versinken lassen möchten (z.B. Portrait), müssen Sie hingegen möglichst mit ganz geöffneter Blende fotografieren. Nach ein paar Filmen werden Sie die richtig Blende für die jeweilige Aufnahmesituation sicherlich fast im Unterbewußtsein ohne langes Nachdenken einstellen.

3. Belichtungszeiteinstellrad

Hiermit können Sie die Belichtungszeit einstellen. Eine Schaltstellung dient darüberhinaus oft dazu, die Kamera auszuschalten. In einer anderen Schaltstellung arbeitet die Kamera im Modus Zeitautomatik, was nichts anderes bedeutet, als daß der interne Belichtungsmesser automatisch die zur gewählten Blende passende Belichtungszeit einstellt. Die restlichen Schaltstellungen sind verschieden langen Belichtungszeiten vorbehalten. Wenn eine Schaltstellung beispielsweise mit 1000 beschriftet ist, bedeutet dies, daß die Belichtungszeit 1/1000 s beträgt. Das "1/" läßt man aus Platzgründen immer weg. Bei Belichtungszeiten über 1 s wird zur Unterscheidung oft eine andere Schriftfarbe verwendet.

4. Auslöser

Durch sanftes Durchdrücken des Auslösers bis zum Anschlag startet der Belichtungsvorgang, sofern der Verschluß gespannt ist. Mitunter werden durch leichtes Antippen besondere Funktionen aktiviert wie z.B. eine Meßwertspeicherung. Welche dies unter welchen Umständen sind, ist in der Bedienungsanleitung Ihrer Kamera beschrieben.

5. Filmtransporthebel

Hiermit werden gleich 2 Dinge erledigt: Einerseits erfolgt der Weitertransport des Film zum nächsten Bild. Andererseits wird der Verschluß gespannt. Ob Sie ihn direkt nach jeder Aufnahme oder aber erst unmittelbar vor einer neuen Aufnahme betätigen, ist in der Praxis relativ egal. Ein irrtümlicher Doppeltransport wird bei den allermeisten Kameras dadurch verhindert, daß bei gespanntem Verschluß der Weitertransport mechanisch gesperrt ist.

Das Betätigen des Filmtransporthebels ist denkbar einfach: Halten Sie die Kamera ganz normal mit beiden Händen. Die rechte Hand hält die Kamera fest, während die linke Hand die Kamera unterstützt, d.h. auf der nach oben gerichteten Handfläche ruht, wobei Daumen und Zeige- bzw. Mittelfinger das Objektiv umgreifen. Drücken Sie den Daumen der rechten Hand zwischen Kameragehäuse und Hebel, ziehen ihn dann mit einer gleichmäßigen Bewegung bis zum Anschlag durch und lassen ihn dann zurückschnalzen.

6. Rückspulentriegelungsknopf

Dieser, vor versehentlicher Betätigung geschützte Knopf muß vor dem eigentlichen Rückspulvorgang betätigt werden, damit der Film überhaupt zurückgespult werden kann. Vergißt man dies, bewegt sich der Film keinen Millimeter zurück, weil er durch die Transporteinrichtung für den Vorwärtstransport festgehalten wird.

7. Rückspulkurbel

Es ist üblich, daß die Rückspulkurbel im betriebsbereiten Zustand der Kamera eingeklappt ist. Zum Rückspulen des Films klappt man sie aus und kurbelt nach Drücken des Rückspulentriegelungsknopfes mit nur wenig Kraftaufwand so lange, bis der spürbare Widerstand schlagartig nachläßt. Kurz davor steigt er oft ganz kurz an.

Läßt sich der Film nicht mit geringem Kraftaufwand zurückspulen, sollte man keinesfalls mit Gewalt an die Sache herangehen. Vielleicht haben Sie nur vergessen, den Entriegelungsknopf zu betätigen. Falls dies nicht der Fall ist, bringen Sie lieber die Kamera zu einem Fotohändler.

8. Einstellrrad für Filmempfindlichkeit

Alle einigermaßen modernen Spiegelreflexkameras, die jünger als ca. 30 Jahre sind, besitzen einen eingebauten Belichtungsmesser. Dieser muß natürlich wissen, wie empfindlich der eingelegte Film ist, um korrekte Meßwerte zu liefern. Deshalb ist es unverzichtbar, daß Sie die richtige Filmempfindlichkeit einstellen.

Bei den meisten Kameras müssen Sie hierzu das Einstellrad gegen eine eingebaute Feder mit nur wenig Kraft nach oben ziehen und dann auf die richtige Markierung drehen. Üblicherweise ist das Einstellrad mit ASA-Werten beschriftet (d.h. 100, 200, 400 etc.), seltener mit DIN-Werten (d.h. 21, 24, 27). Die Angabe beider Zahlenwerte finden Sie sowohl auf der Filmpackung als auch auf dem Film selbst.

9. Einstellrad zur Belichtungskorrektur

Mit diesem Einstellrad können Sie die vom eingebauten Belichtungsmesser ermittelten Belichtungszeiten manuell korrigieren. Denn Kamerabelichtungsmesser arbeiten nicht unter allen Bedingungen so, wie Sie sich das wünschen. Mit dem Einstellrad zur Belichtungskorrektur können Sie die gemessene Belichtungszeit gewollt um einen bestimmten Offset in Richtung längere oder kürzere Belichtungszeite korrigieren.

Im Normalfall sollte es sich in Nullposition befinden. Üblicherweise beträgt der Korrekturbereich -2 bis +2 Blendenstufen, wobei die Korrekturwerte in halben oder drittel Blendenstufen dosierbar sind.


Kamera günstig kaufen

Wenn Sie das Fotografieren von Grund auf erlernen und/oder nicht viel Geld ausgeben wollen, sollten Sie sich für eine gebrauchte Kamera älterer Bauart entscheiden. Denn erstens besitzen solche Kameras alles, was auch Fortgeschrittene zufriedenstellt, zweitens besitzen Kameras normalerweise eine lange Lebensdauer und drittens können Sie solche Kameras nebst Zubehör extrem preisgünstig erwerben, z.B. in einer Online-Auktion wie z.B. eBay. Wie man hierbei erfolgreich vorgeht, können Sie in  Infos zu Online-Auktionen nachlesen.

Sehr empfehlenswert ist, eine Kamera mit Pentax-K-Bajonett zu wählen, da sich dieses zu Prä-Autofokuszeiten quasi zu einem Industriestandard entwickelt hatte. Das Angebot an passenden Objektiven ist daher entsprechend riesig und die Preise sind teilweise überraschend niedrig. Seinerzeit gab es eine ganze Menge Kameras verschiedener Marken, z.T. auch Hausmarken des Versandhandels, die heute für fast lächerliche Beträge den Besitzer wechseln, während alte Kameras bekannter Marken wie Nikon, Canon usw. auch heute noch relativ teuer sind.

Aufgrund meiner eigenen guten Erfahrungen kann ich Ihnen beispielsweise Kameras der Firma Ricoh sehr empfehlen. Ich besitze selbst mehrere Gehäuse wie auch Objektive dieses Herstellers, wobei mir das einfachste Modell, eine KR-10, immer noch wertvolle Dienste vor allem in tropischen Ländern leistet. Sie ist nicht nur robust und zuverlässig, sondern besitzt auch einen niedrigen Neidfaktor, was in solchen Ländern ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. Insbesondere die KR-5, besagte KR-10 und einige Modelle der XR-Serie (bekannte Modelle: XR-2, XR-6 und XR-7) sind vom Preis-/Leistungsverhältnis bei teilweise unter 50 Euro für ein Kameragehäuse plus Standardobjektiv (50 mm Brennweite) wirklich unschlagbar. Übrigens: Sollten Sie noch keines besitzen, sollten Sie unbedingt ein solches Standardobjektiv anschaffen, da Sie durch die hohe Lichtstärke (meistens Blende 1,7 oder 1,8) oft noch dann problemlos fotografieren können, wenn dies mit einem Zoom-Objektiv, dessen Anfangsöffnung sich meistens im Bereich von Blende 4 bis 6,3 (oder noch lichtschwächer) bewegt, längst nicht mehr möglich ist.
   

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)