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Allgemeines

RA4 ist der Name eines von der Firma Kodak etwa Anfang der 80er Jahre eingeführten Prozesses zur Entwicklung von Fotopapier für Bilder vom Farbnegativ. Er hat den bis dahin üblichen Prozeß EP-2 vollständig verdrängt. Eigentlich handelt es sich bei RA4 um einen Heißprozeß mit einer Prozeßtemperatur von 35 °C, der für maschinelle Verarbeitung gedacht ist. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Chemikalien, mit denen RA4-kompatible Fotopapiere bei Raumtemperatur in der Schale -genauso wie Schwarzweiß- entwickelt werden können. Der Ablauf gliedert sich grundsätzlich in die Schritte Entwickeln, Bleichfixieren und chlußwässern.

Beim Entwickeln wird an den belichteten Stellen eine in der Schicht des Fotopapiers vorhandenen Silberverbindungen zu metallischem Silber reduziert. Durch die dabei entstehenden Entwickler-Reaktionsprodukte werden dann an dieser Stelle vorhandene, bislang farblose Farbstoffe aktiviert. Dieser Vorgang passiert in allen 3 Schichten des Fotopapiers, die jeweils unterschiedliche Farben bilden. Da das metallische Silber, das infolge der feinen Verteilung schwarz erscheint, stört (es würde satte Farben verhindern), muß man dieses entfernen. Hierzu verwendet man ein Bleichfixierbad, das das metallische Silber zuerst in Silberbromid umwandelt (Bleichen) und dieses dann aus der Schicht herauslöst (Fixieren). Die Schlußwässerung schwemmt die Reste des Fixierbads, die sonst im Laufe der Zeit zu Verfärbungen führen könnten, weg. Zu guter Letzt kann das Fotopapier optional mit einem Stabibad behandelt werden, das Restchemikalien unschädlich macht und die Oberflächenspannung des Wassers reduziert, damit es gut ablaufen kann, ohne Flecken zu hinterlassen. Nur noch trocknen, und fertig ist das Foto! Bei der Schalenverarbeitung gibt es für den Anwender im Ablauf keinen Unterschied zur Schwarzweißentwicklung. Hinzu kommt jedoch die Notwendigkeit der Filterung am Vergrößerer, die jedoch mit der Entwicklung selbst nichts zu tun hat.

Zwar ist Kodak der Erfinder der RA4-Chemikalien, jedoch bieten heute alle bedeutenden anderen Hersteller eigene Chemikalien an, die zwar anders heißen (müssen), aber trotzdem kompatibel zum Kodak-Prozeß sind. Ensprechend können Sie solche Chemikalien bei vielen Anbietern kaufen. Der Trend geht eindeutig dahin, die Prozeßzeiten noch weiter zu verkürzen und im Hobbybereich Chemikalien für Raumtemperatur anzubieten. Bekannte und verbreitet ist Tetenal Mono PK RA4, das in jedem Geschäft, das Fotolaborbedarf anbietet, erhältlich sein dürfte. Das ebenfalls bekannte Dilucolor Diluprint 4, das den Vorteil des niedrigeren Preises und der Nachkaufbarkeit von einzelnen Prozeßbestandteilen bietet, ist hingegen nur im Versandhandel bei  Phototec in Hatten erhältlich.


Tips

Die Haltbarkeit des Entwicklers hängt sehr davon ab, wie stark er dem Sauerstoff der Luft ausgesetzt ist, da dieser ihn oxidiert und damit unbrauchbar macht. Aus diesem Grund sollte man den Entwickler nicht in Kunststoff- sondern nur in dichtschließenden Glasflaschen aufbewahren. Denn bei Kunststoffflaschen diffundiert Sauerstoff von außen durch die Wandung -unabhängig von der Dichtikeit des Verschlusses- in die Flasche. Beim Eingießen von Entwickler in die Schale "flute" ich diese vorher mit Tetenal Protectan, einem Inaktivierungsgas, das schwerer als Luft ist. Gleiches geschieht beim Zurückgießen von Entwickler in die Glasflasche.

Auch in längeren Arbeitspausen sollte man den Aufwand nicht scheuen, den Entwickler in die Aufbewahrungsflasche zurückzugießen. So gepflegt, kann man auch Regeneration betreiben: Sobald die Flüssigkeitsmenge zu niedrig geworden ist, braucht man die Restmenge nicht wegzuschütten, sondern füllt mit neu angesetztem Entwickler wieder auf. Hierzu ermittelt man die benötigte Auffüllmenge und setzt die entsprechende Menge laut Vorschrift des Herstellers an.

  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)