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Allgemeines
Schalenentwicklung


Allgemeines

Es gibt mehrere RA4-kompatible Prozesse, mit denen man Colorfotos bei Raumtemperatur in der Schale entwickeln kann. Welche Geräte Sie hierfür benötigen, können Sie unter  Geräte für Farbpositiventwicklung nachlesen. Nachfolgend ist beschrieben, wie Sie Ihr belichtetes Blatt Fotopapier zu einem farbigen Foto ausarbeiten.


Schalenentwicklung

Sie benötigen einen Platz, bei dem ein Warmwasseranschluß (zum Wässern der Fotos) in der Nähe ist. Ideal ist eine abdunkelbare Küche. Kontrollieren Sie bitte unbedingt, ob der Raum auch wirklich 100% lichtdicht ist. Verdunkeln Sie hierzu den Raum vollständig und warten etwa 5 Minuten, bis sich Ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Wenn Sie jetzt wirklich nicht das Geringste sehen, ist alles in Ordnung (oder Sie haben schlechte Augen). Andernfalls sehen Sie jetzt "undichte" Stellen, durch die Licht, wenn auch in geringer Dosis eindringt. Es ist günstig, wenn Sie diesen Test bei strahlendem Sonnenschein machen, damit die Schwachstellen deutlich auffallen. Üblich sind hierbei Türspalte, Schlüssellöcher und Rolladen. Bevor in diesem Raum entwickelt werden kann, muß er selbsverständlich durch geeignete Maßnahmen lichtdicht gemacht werden.

Zum Entwickeln setzen Sie den Entwickler, das Stoppbad (meistens nicht mitgeliefert) und den Bleichfixierer nach Herstelleranweisung an. Stellen Sie dann die 3 Entwicklungsschalen nebeneinander auf eine ebene Fläche (z.B. Küchenarbeitsplatte). Wenn Sie keine verschiedenfarbige Schalen besitzen, markieren Sie sie am besten, denn man sollte z.B. für den Entwickler immer die gleiche Schale verwenden, da auch geringe Bleichfixierreste den Entwickler negativ beeinflussen. Sodann gießen Sie die Lösungen in die bereitstehenden Schalen und schalten die Dunkelkammerbeleuchtung an. In jede Schale gehört nun eine eigene Bilderzange. Wie bei den Schalen sollte man diese markieren, um Verwechslungen zu vermeiden. Kontrollieren Sie nach einigen Minuten die Entwickler- und die Bleichfixierbadtemperatur. Ermitteln Sie abhängig hiervon die vorgeschriebene Entwicklungs- und Bleichfixierdauer.

Nachdem Sie bei ausgeschalteter Raumbeleuchtung ein Blatt Fotopapier unter dem Vergrößerer belichtet haben, kann es mit dem Entwickeln losgehen: Lassen Sie das Blatt mit der Schicht nach unten schräg in den Entwickler gleiten (nicht von oben reinplatschen lassen!), damit die Schicht gleichmäßig und ohne Blasen benetzt wird. Dann starten Sie die Stoppuhr oder den Kurzzeittimer. Während des Entwicklungsvorgangs genügt es, wenn Sie ab und an leichte Wellen dadurch erzeugen, daß Sie die zu Ihnen gewandte Seite der Schale geringfügig anheben und wieder absenken. Bitte veranstalten Sie keinen "Sturm im Wasserglas", ganz leichte Bewegung genügt! Etwa 5-10 Sekunden vor Ablauf der vom Hersteller vorgeschriebenen Zeit greifen Sie das Papier mit der zur Entwicklerschale gehörenden Bilderzange an einer Ecke und ziehen dieses so aus der Lösung, daß nur noch ein kleiner Teil der Ecke im Entwickler eintaucht. Dadurch werden Spritzer vermieden. Lassen Sie es ein paar Sekunden abtropfen und lassen Sie es dann ebenfalls schräg in die Schale mit dem Stoppbad gleiten, ohne daß Sie mit der Bilderzange in das Stoppbad eintauchen. Die eben benutzte Bilderzange kommt jetzt wieder in die Entwicklerschale. Starten Sie nun die Stoppuhr bzw. den Kurzzeittimer für das Stoppbad (falls erforderlich - diese Zeit ist nicht kritisch, man sollte jedoch 15 Sekunden nicht unterschreiten). Bewegen Sie die Schale wie beim Entwickler. Etwa 5-10 Sekunden vor Ablauf der Verweilzeit im Stoppbad greifen Sie mit der zum Stoppbad gehörenden Bilderzange in der gleichen Art und Weise wie beim Entwickler das Papier und ziehen dieses bis auf eine kleine Ecke aus dem Stoppbad heraus und lassen es einige Sekunden abtropfen. Danach kommt es in das Bleichfixierbad. Die Uhr/der Timer wird gestartet und die Zange kommt zurück ins Stoppbad. Wieder wird die Schale ab und an bewegt und kurz vor Ablauf der vorgeschriebenen Zeit das Blatt aus dem Bleichfixierer gezogen und abtropfen gelassen. Sodann läßt man es in ein bereitgestelltes Gefäß (zum Beispiel eine Küchenschüssel aus Kunststoff) mit warmem Wasser fallen. Nach frühestens 15 Sekunden greift man es mit der Hand oder einer weiteren (!!!) Bilderzange und transferiert es in eine weitere Schüssel mit warmem Wasser. Dort wird es -am besten unter Bewegung- etwa 2 Minuten (oder bis zu 5 Minuten) gewässert. Danach kommt es, sofern vorhanden, für eine Minute in ein Stabibad.

Daran schließt sich die Trocknung an. Legen Sie hierzu das Foto mit der Schichtseite nach oben auf eine saugkräftige Unterlage (Z.B. Küchenkrepp) und wischen die Schichtseite mit einem weichen, nicht fusselnden Tuch (z.B. Küchenkrepp oder Fensterleder, das Sie natürlich nur für diese Zwecke einsetzen) das anhaftende Oberflächenwasser ab. Danach haben Sie mehrere Möglichkeiten: Man kann das Foto mit der Rückseite so an eine Wand lehnen, daß die Schichtseite keinerlei Kontakt zur Umgebung hat. Die Trocknungszeit ist dann jedoch einigermaßen lang. Wer einen Warmluft-Bildertrockner hat, ist natürlich fein raus. Alternativ kann man die Fotos mit einem normalen Fön trocknen. Vermeiden Sie es aber, mit den Fingern die Schichtseite zu berühren: Kurz vor dem Austrocknen wird sie ziemlich klebrig und nimmt dankbar Fingerabdrücke an. Sobald die Schichtseite trocken ist, sollte auch die Rückseite trockengefönt werden. Damit ist das Foto fertig. Erst in diesem Stadium kann man übrigens auch die Farben richtig beurteilen, da im feuchten Zustand erstens die Farben meistens ein wenig nach Purpur verschoben sind und außerdem die Schicht milchig aussieht. Von der Methode, die Bilder an einer Wäscheleine aufzuhängen, halte ich persönlich nicht sehr viel, weil man nach dem Trocknen oft sieht, an welcher Stelle die Wäscheklammer war.

Bitte achten Sie darauf, daß Sie weder allzuviel Flüssigkeit von einem Bad ins nächste verschleppen noch Spritzer vom Stopp- oder gar Bleichfixierbad in den Entwickler gelangen. Am besten machen Sie sich obige Arbeitsweise zur Gewohnheit. Wer schon einmal mit der Bleichfixierzange im Entwickler war und sich über vorher nicht vorhandene Farbstiche gewundert hat, weiß warum.
  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)