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Allgemeines
Vitamin-C-Entwickler


Allgemein

Hier werden Ideen sowie Rezepte "unfertiger" S/W-Entwickler veröffentlicht, für die ich selbst oder interessierte Leser keine Zeit hatten, sie fertigzustellen oder auszutesten. Diese Ecke soll als Anstoß für die Entwicklung von neuen Entwicklernlösungen geben, da dieses Feld von der Industrie in den letzten Jahren höchstens in Bezug auf Verkürzung der Prozeßzeiten als mit Neuerungen bedacht wurde.

Wer eigene Versuche anstellen möchte, sollte jedoch einigermaßen gut wissen, wie man einen Film/Entwickler  eintestet und welchen Effekt die Zugabe der verschiedenen Chemikalien grundsätzlich bewirkt. Wenn Sie den Chemieunterricht als lästig und uninteressant empfunden haben und lediglich "al gusto" ein paar Chemikalien zusammenrühren möchten, werden Sie höchstens aus purem Zufall zu einem befriedigenden Ergebnis kommen. Es sei nicht verschwiegen, daß die Wahrscheinlichkeit für einen Zufallstreffer verschwindend gering ist. Auf der anderen Seite muß man jedoch nicht unbedingt Chemiker zu sein, um selbst Entwicklerlösungen zu designen.

Es macht allerdings nur wenig Sinn, das 63749te Rezept für einen Metol-Hydrochinon-Entwickler zu entwickeln. Vielversprechend sind hingegen Versuche mit Entwicklersubstanzen, die aus irgendeinem Grund (z.B. Haltbarkeit) nicht industriell verwendet werden. Bei populären Entwicklersubstanzen können Sie davon ausgehen, daß alle Versuche in den kommerziellen Labors der Industrie bereits vor langer Zeit durchgeführt wurden und deswegen kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

Ein weiteres Feld für experimentierfreudige Selbstansetzer sind spezielle Verfahren. Denkbar ist z.B. das Umentwickeln von Negativen, bei dem man mit einem empfindlichkeitssteigernden Entwickler zwar eine gute Empfindlichkeitsausnutzung des Films und eine gute Schärfe erreicht, aber die Feinkörnigkeit auf der Strecke bleibt. Durch Bleichen des Films und anschließendem Entwickeln mit einem extremen Feinstkornentwickler kann man zusätzlich ein feineres Korn erreichen, was ansonsten mit extrem schlechter Empfindlichkeitsausnutzung und weniger guter Schärfe bezahlt werden müßte. Weiterhin ist der Ansatz von Zweibad-Entwicklern basierend auf dem Rezept eines Einbad-Entwicklers erfolgversprechend.

Bekannte und oft eingesetzte Entwicklersubstanzen sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
 Metol (monomethyl-para-aminophenolsulfat)
 Hydrochinon (para-dihydroxybenzol)
 Phenidon (1-phenyl-3-pyrazolidon)
 Glycin (para-Hydroxyphenylenaminoessigsäure) - nicht verwechseln mit Aminoethansäure, die auch Glycin heißt!
 Brenzkatechin (ortho-dihydroxybenzol)
 Amidol (1-Hydroxy-2,4-diaminobenzenhydrochlorid)
 Aminophenol (hauptsächlich ortho- aber auch para-Aminophenol)
 Phenylendiamin (sowohl ortho- als auch para-Phenylendiamin)
 Hydroxymethyl-methyl-Phenidon
 Farbentwickler CD1 (UK), CD2, CD3 (63), CD4 (41) usw.

Weniger bekannte oder selten als solche eingesetzte Entwicklersubstanzen sind beispielsweise:
 Ascorbinsäure (Vitamin C)
 Pyrogallol (1,2,3-trihydroxybenzen) - ist leider aufgrund seiner Giftigkeit ziemlich gefährlich
 Hydroxylaminsulfat
 Eisenoxalat

Anmerkung: Bei den Bezeichnungen muß man unterscheiden zwischen Handelsname und chemischer Bezeichnung. Bei letzterer geht es Kraut und Rüben durcheinander, da es erstens eine alte und eine neue Namenskonvention und zweitens Abkürzungen für mehr oder weniger komplizierte Verbindungen gibt. Para-dihydroxybenzol nach alter Konvention heißt abgekürzt auch Hydrochinon oder nach neuer Konvention 1,4-Dihydroxybenzen. Alles klar? Nein? Macht nichts: Die Namen brauchen Sie als Selbstansetzer eigentlich nur, um die Substanzen zu kaufen. Und hierfür reicht der Handelsname aus. Aus diesem Grund habe ich mir auch nicht die Mühe gemacht, alte Bezeichnungen in die neuen zu übersetzen.


Vitamin-C-Entwickler

Schon vor längerer Zeit (ca. 1995 oder 1996) hatte ich irgendwo im Zusammenhang mit der Fotographie gelesen, daß sich Silberhalogenid auch mittels Ascorbinsäure (Vitamin C) zu metallischem Silber reduzieren läßt. Da kein Rezept angegeben war, hatte ich damals eigene, grundsätzliche Versuche angestellt und war überrascht, wie gut das funktioniert. Diese Untersuchungen hatten ergeben, daß sich Vitamin C ähnlich verhält wie Hydrochinon. Es zeigt sogar ebenfalls wie dieses Superadditivität mit Metol und -wenn ich mich recht erinnere- Phenidon. Die Vorteile von Vitamin C sind, daß es weder umweltbelastend noch giftig, in jedem Supermarkt erhältlich und als Pulver auch noch deutlich billiger als Hydrochinon ist. Ob es auch Nachteile gibt, ist mir nicht bekannt. Über eine Rückmeldung von Ihnen würde ich mich freuen.

Man kann allerdings in den üblichen Rezepten nicht einfach Hydrochinon durch die gleiche Menge Vitamin C ersetzen, die restlichen Zutaten unverändert lassen und dann auch noch die gleiche Entwicklungszeit erwarten. Die Ursache liegt einerseits im unterschiedlichen pH-Wert, den unterschiedlichen Äquivalenzmassen, der unterschiedlichen Aktivität und der unterschiedlichen Entwicklungskinetik.

Für eigene Versuche können Sie beispielsweise vom  D76-Entwickler ausgehen, wobei Sie der Einfachheit halber zunächst das Hydrochinon durch die gleiche Menge Vitamin C ersetzen. Hierbei können Sie allerdings nicht mit der gewohnten Entwicklungszeit arbeiten, sondern müssen Ihren Film neu  eintesten und gegebenfalls pH-Wert-Korrekturen am Entwickler vornehmen.

Letzte Info Stand September 1998: Von Kodak soll es gerüchteweise einen im Handel erhältlichen Entwickler auf Vitamin-C-Basis geben. Der Name ist mir jedoch leider nicht bekannt.
  

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