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Standardobjektiv 1,7/50mm
Bild 1: Standardobjektiv 1,7/50mm

Allgemeines

Früher wurde das Standardobjektiv mit 50 mm Brennweite als Standardausrüstung zusammen mit fast jedem Kameragehäuse verkauft. Mittlerweile will fast keiner mehr dieses genauso unscheinbare wie preiswerte Objektiv haben, und so werden Zoomobjektive an seiner Stelle als Erstausstattung verkauft. Dies ist ein großer Fehler, denn das Standardobjektiv besitzt Qualitäten, von denen andere Objektive nur träumen können. Nachfolgend erfahren Sie, welche das sind und was man mit ihm machen kann, was mit den üblichen Zoomobjektiven nicht funktioniert.


Grundlagen

Als Standardobjektiv bezeichnet man üblicherweise beim Kleinbildformat ein Objektiv mit 50 mm Brennweite. Sie ist nur geringfügig größer als die Bilddiagonale (ca. 43 mm), so daß der sich daraus ergebende Bildwinkel von ungefähr 45° dem des menschlichen Auges entspricht. Die Abbildung ist daher völlig natürlich, besitzt also weder die extreme Tiefenstaffelung von Weitwinkelobjektiven noch die verdichtende Wirkung von Teleobjektiven. Kritiker bezeichnen diese Darstellung als langweilig. Zu einer Zeit, als jeder ein Standardobjektiv besaß und nur eine Minderheit eine breite Palette an anderen Brennweiten, entstanden zwangläufig die allermeisten Aufnahmen mit dem Standardobjektiv. Was man immer wieder sieht, wirkt auf die Dauer natürlich langweilig. Heutzutage ist die Verwendung des Standardobjektivs aber mehr die Ausnahme als die Regel, weshalb von Langeweile nicht die Rede sein kann.

Standardobjektive können aus physikalischen Gründen sehr einfach aufgebaut sein. Obwohl sie wegen des geringen Korrekturbedarfs aus nur zwischen 4 und 6 Linsen bestehen, bieten sie eine extrem hohe Abbildungsqualität, an die kaum ein anderer Objektivtyp herankommt. Weiterhin sind sie in aller Regel sehr lichtstark; 1:1,7 oder gar 1:1,4 sind die Regel. Zudem wurden sie bis vor kurzer Zeit in sehr großer Stückzahl gefertigt und sind daher im Vergleich zu anderen Objektivtypen in Anbetracht der hohen Lichtstärke extrem preiswert.


Einsatz in der Praxis

Das Standardobjektiv ist in der Anwendung sehr unproblematisch. Es ist klein und leicht, so daß die Handhabung nicht kompliziert ist. Der Bildwinkel entspricht dem des menschlichen Auges, so daß die Bilder völlig natürlich aussehen. Wer seine Umwelt dokumentieren will, findet daher im Standardobjektiv einen idealen Partner. Selbst wer eigentlich Objektive mit anderem Bildwinkel bevorzugt, wird die sehr hohe Lichtstärke des Standardobjektivs schätzen. Dort, wo man mit einem Zoom-Objektiv wegen zu wenig Licht nicht mehr ohne Stativ oder Blitzgerät fotografieren kann, kann man dies oft mit dem Standardobjektiv noch problemlos tun. Verglichen mit der bei Zoomobjektiven oft anzutreffenden Lichtstärke 1:4,0 gewinnt man bei 1:1,4 satte 3 Blendenstufen! Im Praxisbeispiel sind dies statt einer Verschlußzeit von beispielsweise 1/8 s, bei der an verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand nicht einmal entfernt zu denken ist, nur 1/60 s. Selbst im Vergleich mit einem relativ lichstarken Objektiv mit Lichtstärke 1:2,8 sind es immer noch 2 Blendenstufen.

Ein weiterer Vorteil ist die fast nicht vorhandene Verzeichnung, ein sehr gleichmäßig ausgeleuchtetes Bild ohne abgedunkelte Ecken, eine hohe Schärfe und überragender Kontrast bei normalerweise geringer Streulichtanfälligkeit. Immer wenn höchste Bildqualität benötigt wird, ist daher das Standardobjektiv erste Wahl. Wer gerne  Makroaufnahmen anfertigt, aber nicht viel Geld für ein spezielles Makroobjektiv ausgeben will, erzielt zudem mit einem Standardobjektiv und einem Zwischenring eine erstaunlich gute Bildqualität. Aus den genannten Gründen findet sich selbst in meiner kleinen Fototasche (d.h. meiner Minimalausrüstung - mit weniger gehe ich nie aus dem Haus) immer ein Standardobjektiv mit einem Zwischenring, die beide aus Gründen der Platzersparnis zusammenmontiert sind.


Standardobjektiv für wenig Geld

Standardobjektive sind zur Zeit sehr unpopulär, weshalb sie gebraucht wie saures Bier angeboten werden. Wenn Sie eines erwerben möchten, ergeben sich für Sie deshalb günstige Gelegenheiten. Am günstigsten werden solche Objektive nach meiner Erfahrung in  Online-Auktionen verkauft. Beispielsweise gehen manuelle Objektive 1,7/50mm des Herstellers Ricoh nicht selten für lächerliche 10 Euro oder sogar noch weniger über den Tisch.
  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)